Mitglied inaktiv
Hallo, mein kleiner ist jetzt 8 Wochen alt. Vor zwei Wochen habe ich angefangen, abzustillen, weil ich mich einfach nicht mehr wohl dabei fühle. Habe alle drei Tage eine Stillmahlzeit durch`s Fläschchen ersetzt, vor drei Tagen gab es die letzte Stillmahlzeit überhaupt. Meine linke Brust ist ganz weich, es kommt zwar etwas Milch wenn mein Schatzi schreit (oder beim Sex), aber nur ein paar Tropfen. Meine rechte Brust dagegen ist seit vorgestern extrem hart. Ich versuche nach feuchtwarmen Brustwickeln oder beim Duschen immer den Druck abzulassen und etwas Milch auszustreichen, aber wirklich weich wird die Brust dabei nicht. Die restliche Zeit kühle ich so oft es geht. Was kann ich noch tun, um es nicht zu einer Entzündung kommen zu lassen. Es schmerzt übrigens seit heute morgen schon sehr wenn ich die Brust berühre... Bitte schnelle Antwort, weiß wirklich nicht, was ich tun soll... Vielen Dank und liebe Grüße Silvia
? Liebe Silvia, das klingt nach einem Milchstau. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter und die regelmäßige Entleerung der Brust sind mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Da Sie wohl nicht mehr stillen wollen, muss die Brust durch Abpumpen oder Ausstreichen entleert werden. Vor jedem Entleeren sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken und das Ausstreichen bzw. Abpumpen muss unbedingt vorsichtig und für die Brust schonend durchgeführt werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Sie können die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Häufiges Entleeren rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten von Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnlichen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Sobald der Milchstau überwunden ist, kann das Abstillen weiter in Angriff genommen werden und der Brust durch langsam immer weiter verringertes Entleeren der sinkende Bedarf signalisiert werden. Und nochmals: Wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter
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