Ninja2015
Liebe Biggi,liebe Kristina, nach mehr als 2 Jahren ist für mich der Zeitpunkt gekommen abzustillen. Mein Kleiner wird zum Einschlafen mittags und abends gestillt und nachts. Seit einiger Zeit (seine Backenzähne kommen) verlangt er sie auch tagsüber wieder vermehrt. Da hab ich gemerkt,dass dies nun zu viel wird. Ich finde es eig.entspannend zu stillen,v.a.in der tollen Trotzphase ist es schön zu sehen wie friedlich wir beide dann sind. Ich würde nun gerne wissen, ob es für das Kind nachvollziehbar ist,wenn ich tagsüber das stillen zum einschlafen einstelle,abends aber noch eine Weile beibehalte. Versteht er das? Was ist besser...mit ihm unterwegs zu sein (also bewusst wach halten) oder ganz normal im Zimmer? Die andere etwas komische Frage wäre, da es für mich auch sehr schwer ist und wird,ob es arg hinderlich ist falls ich weinen würde vor ihm. Nimmt er es dann nicht ernst oder was auch immer? Bei Schnullerkindern kommt die Schnullerfee,was oder wer könnte hier kommen? Ab September fängt auch die Kindergarteneingewöhnung an. Zur Info vielleicht noch:mein Kleiner ist ein sehr aufgewecktes Kerlchen und kann auch für längere Zeit bei seinem Papa oder den Omas bleiben. Schlafen geht aber nur bei mir. Ich danke euch schon jetzt für eure Antwort. Alles Liebe,Ninja
Kristina Wrede
LIebe Ninja, es gibt keine "komischen Fragen" :-) Aber leider auch nicht immer klare Antworten :-( So viel ist davon abhängig, wie dein Kleiner drauf ist, was für euch funktioniert, kann bei jemand anderem nichts bringen und umgekehrt. Darum hilft oft einfach nur das Ausprobieren. Wichtig ist vor allem, dass du dein Kind ernst nimmst. Also ihm ruhig erklärst, was du ändern möchtest und warum. Dein Baby versteht mehr, als du denkst, und er nimmt wahr, ob du ihn einfach nur ablenken möchtest oder ob du klar weißt, was du willst, und auch dazu stehen kannst, Proteste hin oder her. Und wenn dir nach Weinen ist, dann weine. Dein Sohn beurteilt dich nicht, er weiß noch nichts davon, was wir Großen immer so Verurteilen oder in Schubladen stecken. Er ist noch unverdorben und nimmt einfach nur wahr. Vielleicht ist es für dich wieder tragbar, wenn er weniger stillt und du festlegst, wann gestillt werden darf und wann nicht, und das durchsetzt? Es ist aber genauso dein gutes Recht zu entscheiden, dass du nicht länger stillen möchtest. Dazu kannst du eine "Abstillparty" ansetzen, oder ihr vereinbart ein besonderes Abstillgeschenk, das sich dein Kleiner jetzt schon aussuchen darf, und das er an dem Tag X, den ihr vorab vereinbart, bekommen wird, weil er ja dann nicht mehr stillen wird. Bei meinem 2. Kind habe ich den Abstilltag mit Ostern verknüpft. Und ihm über Wochen hinweg erzählt, dass der Osterhase super leckere Schokoeier bringen wird, aber leider leider die Milch dafür mitnimmt. Erfahrungsgemäß ist ein Zeitraum von 10 bis 14 Tagen schon hilfreich, ich selbst habe es gut 3 Wochen lang angekündigt. Und ihn immer wieder gefragt, ob er noch weiß, wie es an Ostern laufen wird. Auch ihr könnt jeden Tag darüber sprechen, dass am Tag X das letzte Mal gestillt wird, und dafür etwas Besonderes passiert (z.B. das Geschenk). So kann sie dein Kleiner mental auf den Wechsel vorbereiten, und die Vorfreude lässt bei ihm den Verzicht aufs Stillen in den Hintergrund rücken. Ich weiß, dass nicht jedes Stillkind dann auch wirklich ohne Protest den Wechsel akzeptiert - und hier ist Mamas Konsequenz extrem wichtig!!! - aber mein Sohn hat es nie in Zweifel gestellt und tatsächlich am Ostersamstag das letzte Mal gestillt. Es war überhaupt kein Problem. Entscheidend ist unsere eigene Überzeugung. Unsere Kleinen vertrauen uns blind, das dürfen wir nicht unterschätzen. Das, von dem wir überzeugt sind, das glauben auch sie. In den ersten Tagen solltest du darauf eingestellt sein, ausstreichen oder abpumpen zu müssen, um keinen Milchstau zu bekommen. Ich hoffe, diese Infos helfen dir weiter. Lieben Gruß, Kristina
Ninja2015
Lieben Dank für deine Antwort. Ich werde erstmal tagsüber abstillen und es ihm lange im Voraus ankündigen. Du hast mir sehr geholfen. Liebe Grüße
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