Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen - der letzte Rest??

Frage: Abstillen - der letzte Rest??

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Hallo Biggi, Mein Sohn ist jetzt ein halbes Jahr alt und ich stille ihn ab, weil ich in knapp 6 Wochen wieder arbeiten gehen muß. Es hat auch (nachdem er mühevoll die Flasche akzeptiert hat) bisher gut geklappt mit der Methode, Mahlzeit für Mahlzeit zu ersetzen. Nach 2 - 3 Tagen hat sich die Milchmenge angepasst und nach etwa einer Woche war die nächste Mahlzeit dran. So weit so gut. Nun meine Frage: Wie sieht es aus, wenn ich nächste Woche die letzte Brustmahlzeit ersetze? "Merkt" mein Körper irgendwie, dass nun Schluß ist mit stillen? Früher wurde wohl der "letzte Rest" abgepumpt, das kann aber doch nicht sinnvoll sein, oder? Ich denke, dann wird doch nur die weitere Milchproduktion angeregt. Ich hatte auch beim Ersetzen der vorherigen Mahlzeiten anfangs sehr schwere Brüste, doch das ging irgendwie bis zur nächsten Stillmahlzeit. Was kann ich tun, um mir das "Ende" irgendwie zu erleichtern? Mein Sohn steht mitlerweile übrigens voll auf die Flasche, er sperrt das Mündchen auf, wie ein hungriges Vögelchen, wenn er sie nur sieht ;-) Viele Grüße und schon im voraus vielen Dank für deine Antwort. Alexa


Biggi Welter

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Liebe Alexa, nach dem Abstillen wird noch einige Zeit (Wochen bis Monate) Milch gebildet wird. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekommst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wenden dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Bis zur endgültigen Rückbildung der Brust solltest Du in jedem Fall einige Monate einrechnen. LLLiebe Grüße Biggi


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