Nosh
Hallo, ich bin momentan etwas ratlos. Mein Sohn und ich haben es leider nicht hinbekommen "normal" zu stillen. Er hat die Brust angeschrien und selbst mit diverser Hilfe und Ratschlägen war es zum Schluß keine Option mehr. Wir waren beide nur gestresst. Seit nun 14 Wochen betreibe ich das Pump-Stillen und ernähre ihn nur mit meiner Milch. Leider hatte ich schon mehrere Milchstaus und 2 Brustentzündungen. Die letzte vor 4 Tagen (Fieber 39,5 und Antibiotikum) Jetzt will ich einfach nicht mehr und kann auch nicht mehr. Wie stille ich nun am Besten ab? Ich pumpe derzeit alle 3 std., Nachts auch. Sobald ich etwas länger warte, habe ich pralle Brüste und gleich Angst vor einem Milchstau. Meine Hebi hat mir Phytolacca D6 verordnet, diese zeigen aber keine Wirkung.Ich habe schon jetzt wieder Knoten in den Brüsten und möchte schnellstmöglich, das der Spuk vorbei ist. Bitte um Hilfe!!! Danke und einen lieben Gruß
Liebe Nosh, beim Abstillen sollten Sie langsam und allmählich vorgehen und auch nicht gleich komplette Pumpzeiten ausfallen lassen, sondern eine Mahlzeit nach der anderen langsam immer weiter verkürzen und verringern. Pumpen Sie anfangs zu den gewöhnlichen Pumpzeiten ab, aber immer etwas kürzer. Irgendwann können Sie dann eine Pumpsitzung ganz auslassen. Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie zwischendurch gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
Nosh
Danke für die schnelle Antwort. Aber ich habe trotzdem noch ein(ig)e Frage(n) :-) Um welche Zeit soll ich die Pumpzeiten verkürzen? und ab wann kann ich eine ganze Sitzung ausfallen lassen? Wird durchs ausstreichen keine neue milch gebildet?
Liebe Nosh, Sie pumpen zunächst immer zu den gleichen Zeiten ab wie bisher und verkürzen die Pumpdauer (langsam) immer weiter, bis Sie irgendwann einmal gar nicht mehr pumpen müssen. Sie werden es spüren, wann es soweit ist, manchmal reicht es am Schluss, wenn man immer nur ausstreicht, wenn die Brust noch spannt. So lange Sie nur so viel ausstreichen, dass die Brust nicht spannt, wird die Milchmenge nicht erhöht, keine Bange! LLLiebe Grüße, Biggi
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