mausemaus85
Guten Abend Frau Welter . Habe schon im Stíllforum geschrieben,hab aber da leider kaum Resonanz bekommen und hoffe das sie mir was dazu sagen können. Ich habe vor neun Monaten mein drittes Kind,eine Tochter bekommen. Ich hab mir feste vorgenommen die wichtigen ersten sechs Monate zu stillen.Meine Söhne hab ich je 3 und 4 Monate gestillt. Sooo,meine Tochter ist extrem Mama fixiert.Die Brust ist in erster Linie Beruhigung/Einschlafhilfe. Ich kann mich,ausser zweimal vielleicht,nicht erinnern das sie je ohne bei mir eingeschlafen wäre.Sie nimmt auch keinen Schnuller.Sie schläft nachts auch insgesamt schlecht.Wird oft wach.Vor 23-24 Uhr schläft sie auch nie ein,auch wenn ich sie vorher noch so lange wachhalte. Mein mann schafft es gelegentlich sie bei Ihm auf dem Arm zum einschlafen zu bekommen. Sie war die ersten 5 Monate ein "Schreikind". Es war echt nicht schön. Die gründe waren,das mir nach der Geburt die Gebärmutter entfernt wurde und ich wegen dem hohen Blutverlust zwei Tage auf Intensiv liegen musste. Man kann viele Thesen aufstellen,aber mir scheint es so,als hätten Ihr die ersten wichtigen Tage gefehlt und sie hängt deswegen so an mir. Vorweg...sie bekommt Tagsüber und Abends auch angerührte Milch. So 120 ml trinkt sie im Schnitt.Mal mehr,mal weniger. Mein Problem: Ich hab seeehr viel abgenommen.komm zu nichts mehr.Hab noch einen dreijährigen der mir mit seiner Trotzphase gerade den letzten nerv raubt.Familiäre Unterstützung hab ich keine.Möchte keiner.Mein Mann geht lange arbeiten und an den Samstagen auch. Ich spüre deutlich dass,das stillen mir sehr an die Substanz geht.Deswegen möchte ich abstillen.Aber wie soll ich das nur anpacken?Sie trinkt aus der Flasche,aber will zur Beruhigung immer wieder an die Brust. Ich will Ihr nicht schaden.Wenn ich meinen Mann bitte sie Abends in den Schlaf zu begleiten,ist er nach kurzer Zeit mir Ihrem geweine/geschreie überfordert.Inzwischen hört man auch teilweise an Ihrem weinen Wut raus.Ich weiss echt nicht mehr wie ich das anpacken soll . Lieben Gruß, Yvonne
Kristina Wrede
Liebe Yvonne, egal was dir andere gesagt haben mögen, deine Tochter ist sicher nicht "extrem Mama fixiert", denn es ist NORMAL, dass die Kleinen an Mama hängen, und dass die Brust als Einschlafhilfe genutzt wird entspricht eben auch der Natur des Menschen. Bis dahin also ist alles "normaaaal". :-) Und gerade eben die so genannten "Schreikinder" sind gern etwas länger das, was William Sears ein "24-Stunden-Baby" nennt :-) Im Grunde tust du ihr Gutes, wenn du ihr die Nähe schenkst, die sie jetzt offenbar noch braucht! Du hast sicher nicht unrecht, dass sie damit etwas nachholt, aufarbeitet, heilt... Trotzdem ist es dein gutes Recht, sie abzustillen, wenn es dir zu viel wird. VIelleicht aber brauchst du gar nicht radikal komplett abzustillen? Ich kann dir das Buch "Schlafen statt Schreien" von Elizabeth Pantley empfehlen. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Im Grunde geht es um die Einführung einer stillfreie Zeit. Hier fasse ich dir kurz zusammen, wie es geht: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Lieben Gruß, Kristina
Ähnliche Fragen
Liebe Biggi, zuerst vielen Dank, dass es hier die Möglichkeit zur Beratung gibt und du dir immer so ausführlich Zeit nimmst! Ich möchte dir gerne von unserem Thema erzählen und deine Meinung dazu erbeten: Meine Kleine ist 15 Monate alt und wird ausschließlich gestillt, keine Flasche, kein Schnuller. Sie ist ein sehr zartes Kind und isst mal mehr u ...
Hallo Biggi, Erstmal vielen Dank für die Möglichkeit dich fragen zu können. Mein Sohn ist nun 14 Monate alt, und leider waren die Nächte schon immer schlecht (1-2hliches aufwachen und nur durch stillen wieder einschlafen) hatten es jedoch zwischendurch mal geschafft ihn ohne großen Protest nur durch meine Entschlossenheit auf 3 Nächtliche Stillma ...
Mein Ziel ist es mit einem Jahr abgestillt zu haben aus diversen Gründen. Ich bin aber total unsicher, ob es das Beste für mein Kind ist. Meine Tochter ist jetzt 9 Monate alt und ich stille noch 2x tagsüber und 2x nachts. Sie isst recht gut und scheint mit dem Abstillen klarzukommen. Ich gebe keine zusätzliche Pre-Milch, aber sie isst mittlerwe ...
Hallo Biggi, vor ca. einem Jahr hatte ich bereits eine Frage zum Abstillen gestellt. Ich habe meine Tochter, nun drei Jahre alt, mit zwei Jahren recht abrupt leider abgestillt. Seitdem spielt sie gerne Baby, diese Phase hält immer noch an, insbesondere in Situationen wenn sie überwältigt oder müde ist. Wenn sie meine Brust sieht möchte sie auch im ...
Hallo Biggi, mein Baby ist 9 Monate alt und tagsüber bereits vollständig abgestillt. Es bekommt tagsüber Beikost und PRE nach Bedarf. Abends zum Einschlafen und nachts wird noch gestillt. Wir schlafen im Familienbett, und nachts dockt sich mein Baby teilweise selbst an. Ich möchte definitiv bis zum 1. Geburtstag vollständig abgestillt sein; PRE w ...
Hallo, mein Sohn ist jetzt 20 Monate alt und wurde ausschließlich gestillt. Also er hat nie die Flasche bekommen auch kein Schnuller zur Beruhigung. Da er nachts sehr häufig aufwacht um an der Brust zu trinken habe ich vorgestern beschlossen nachts abzustillen. Er ist sprachlich schon sehr weit und hat auch den Tag über immer wieder gesagt: heute A ...
Liebe Biggi, eigentlich ist meine Stillreise vorerst vorbei. Ich habe seit November 2021 im Prinzip über 4,5 Jahre durchgängig gestillt - erst ein Kind, dann ein paar Tage Tandem bis das erste keine Lust mehr hatte und dann das zweite Kind. Junior 2 hat das Stillen über zweieinhalb Jahre durchgezogen, das letzte halbe Jahr davon in erster Linie ab ...
Hallo, mein Sohn ist etwas über 2 Jahre und wurde bisher voll gestillt. Das nächtliche Dauernuckeln hat mir jegliche Energie geraubt, so dass ich nach einem Kurs zum bedürfnisorientierten Abstillen, das Stillen auf das Einschlafstillen Abends und am Wochenende zum Mittagsschlaf reduziert habe. Die ersten Tage hat das auch prima geklappt, habe ihm ...
Hallo Biggi, Meine Tochter ist schon knapp über 2 Jahre alt und stillt noch sehr viel. Ich schätze so 70% ihrer Nahrung besteht aus Muttermilch. Ich biete es nur zum Einschlafen an, ansonsten kommt sie immer zu mir und fordert es ein. Trinkt dann ca. alle 1-2 Stunden für jeweils 3 Minuten an beiden Brüsten. Sie isst fast nur knusprige Sachen und ...
Liebe Frau Welter, Mein Sohn ist 10,5 Monate alt und ich möchte ihn nun gerne zunächst einmal nur nachts abstillen. Ich habe es bereits seit einigen Wochen etabliert, dass ich ihn statt durch die Brust durch Tragen zum Einschlafen bringe. Mittlerweile kann ich mich nach einer kurzen Tragezeit gemeinsam mit ihm ins Bett legen, er auf meiner Brus ...
Die letzten 10 Beiträge
- Baby 10,5M nachts abstillen ohne Pre Ersatz
- Baby nimmt Milch nur aus der Brust
- Unruhe beim Stillen/ das Baby schlecht ein/durch
- Beißen nach Zungenbandtrennung
- Wann pumpen bei voll grstilltem Baby
- Nächtliches Dauernuckeln
- Fast keine Milch in linker Brust
- Milch zu wenig?
- Milch zu wenig?
- Abstillen von picky Eater