dima2309
Hallo, da meine kleine eh so unruhig ist im Moment kann ich auch jetzt meine Frage stellen ;-) Ich möchte gerne langsam abstillen. Meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt. Ich würde zwar noch gern weiter stillen aber ich habe einen ganz schlimmen Heuschnupfen und allerg. Asthma. Ich will einfach nicht das sie irgendwas von den Medikamenten über die Milch abbekommt auch wenn es da etwas gibt, und davon gehe ich aus, das man nehmen darf. In die Milch geht ja doch alles! Jedenfalls möchte ich langsam abstillen das ich bald meine erlösenden Medikamente nehmen kann. Ich quäle mich nämlich auch rum. Ich stille immer nur einseitig. Gestern hab ich das erste mal eine Flasche gegeben. Die hat sie auch gut getrunken. Nun hatte ich aber danach den ganzen Tag (es war am Vormittag) wahnsinnig volle Brüste. Es wollte sich einfach nicht einstellen und schon gar nicht an der Seite wo noch gar nicht mit stillen drann war (als ich die Flasche gegeben habe, wäre eig. die rechte dran gewesen und die linke war somit fast 7,5 stunden sooo voll). Die Brust oder beide, waren dick, knubbelig und das ausstreichen der anderen Brust während des stillens tat bissl weh, einfach weil sie so voll war. Ich hab auch den ganzen Tag kaum was getrunken. Wie soll ich den abstillen wenn ich immer nur einseitig stille? Dann ist ja eine Brust immer 7,5 Stunden voll. Und wie und wann ersetze ich die Mahlzeiten bzw. wie oft kommt eine neue dazu? gruß marlen
Kristina Wrede
Liebe marlen, es ist dein gutes Recht zu entscheiden, dass du abstillen möchtest. Doch frage dich ehrlich, warum du abstillen möchtest! Denn deine Beschwerden/Erkrankungen sind kein Grund zum Abstillen und selbst Kortison kann bei Asthma genommen werden. Dass eine Substanz in die Muttermilch übergeht ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Schädigung des Kindes und in vielen Fällen wird überbewertet, was der Übertritt eines Medikamentes in die Muttermilch bedeutet und unterbewertet, was eine Stillpause oder gar das Abstillen bedeutet. Im Gegenteil: Die schützenden Vorteile der Muttermilch wiegen schwerer... und gerade wenn ihr allergisch vorbelastet seid täte es deinem Kind gut, keine auf Kuhmilch basierende Milch zu bekommen. Kortison ist in der Stillzeit nicht generell kontraindiziert. Im Zweifel kann und sollte sich deine Ärztin oder der Apotheker jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030-30308-111 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Trotzdem, wie gesagt: Wenn du nicht mehr stillen magst, dann ist es dein gutes Recht, es zu lassen. Dabei gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Besprich mit deiner Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Du kannst verschiedene Sorten Ersatzmilch anbieten, vielleicht schmeckt deinem Baby die probierte Sorte nicht. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben. Lieben Gruß, Kristina
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