Mitglied inaktiv
hallo, mein sohn ist 10 monate alt. ich muss abstillen, da ich wieder arbeiten werde. Mein sohn ist an einem schnuller und an die flasche nicht gewähnt. ich habe versucht mil.ersatz milch anzubieten, aber verweigert es. nur ein wenig kuh milch aus der schnabeltasse nimmt er zu sich, sonst nur die brust. wie kann ich ihn dazu bewegen, nicht mehr die brust zu nehmen, bzw soll ich dann weiterhin aus dem becher milch geben. so fertigbrei u.ä nimmt er auch nicht. biitteee info/mail. danke!
? Liebe Aylin, die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit bedeutet keineswegs, dass eine Frau abstillen muss. Berufstät verlangt nur dann das Abstillen, wenn die Frau ohnehin abstillen will. Doch wenn eine Frau nicht abstillen möchte, gibt es Wege auch in diesen Situationen weiter zu stillen. Ein zehn Monate altes Kind kann während der Abwesenheit der Mutter Beikost und eventuell abgepumpte Muttermilch bekommen und zum Einschlafen kann eine liebevolle Betreuungsperson andere Rituale finden, um das Kind in den Schlaf zu begleiten. Unsere Kinder sind durchaus in der Lage zu unterscheiden, ob die Person, die es betreut die Mutter ist oder eine andere Person und somit können sich Kinder (in oft erstaunlichem Maß) an unterschiedliche Situationen anpassen. Eine Flasche muss jetzt auch nicht mehr notwendig sein, Kinder in diesem Alter können gut aus einem Becher trinken (lernen). Wenn Sie jetzt überzeugt sind, dass Sie abstillen wollen, dann können Sie versuchen, das Stillen allmählich auszuschleichen. Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Sie Ihrem Kind die Brust nicht von sich aus anbieten, aber auch nicht ablehnen, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, Ihre Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Sie müssen die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Sie viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmen, die Ihrem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Sie Ihr übliches Verhalten in bestimmten Situationen verändern. Wenn Sie zum Beispiel sitzen bleiben anstatt sich hinzulegen, wenn Sie Ihr Kind zum einschlafen bringen. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt. Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn Sie das Stillen immer dann, wenn Ihr Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschieben. Das können Sie flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Sie können auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und ihn dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Beim nächtlichen Abstillen kann es hilfreich sein, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Baby auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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