Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, mal eine generelle Frage. Wie stillt man eigentlich richtig ab? Ich hab da so gar keine Ahnung. Es ist zwar noch nicht soweit aber ich mach mir halt meine Gedanken. Danke für Deine Antwort und ein schönes Wochenende Bens Mami
Liebe Bens Mami, nicht die Kohlehydrate machen dick, sondern eher die Beilagen :-). Im Prinzip kannst Du in der Stillzeit alles essen, was Du magst. Kämpfst Du denn mit den Pfunden, möchtest Du abnehmen oder nur nicht zunehmen? Es gibt unzählige Bücher über gesunde Ernährung, ein bestimmtes Stillkochbuch brauchst Du nicht, wenn Du auf eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Vollkorn achtest. Schau doch mal unter www.amazon.de nach und gib das Stichwort Stillzeit und Ernährung an. Vielleicht bekommst Du auch im Stillforum nebenan Literaturtipps. LLLiebe Grüße Biggi
Liebe Bens Mami, eine „Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Wenn Du dein Kind bis zum Alter von sechs bis sieben Monaten vollständig abgestillt haben willst, musst Du zunächst zur Flasche hin abstillen, da das Kind noch zu jung für Beikost ist, die ja erst ab etwa einem halben Jahr eingeführt werden sollte. Dabei gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Besprich mit deinem Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre-Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis achte Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Jedes Kind stillt sich aber irgendwann auch von selbst ab. Der Abstillprozess gehört zur Entwicklung eines Kindes wie Krabbeln-Lernen, Laufen-Lernen oder Sprechen-Lernen. Wird es dem Kind überlassen, wann es sich abstillt, so geschieht dies selten vor dem zweiten Geburtstag in vielen Fällen etwa mit drei Jahren, es gibt aber auch Kinder, die sich länger Zeit lassen. Das durchschnittliche weltweite Abstillalter wurde lange Zeit mit vier Jahren und drei Monaten angegeben, durch die aber leider sinkenden Stillzahlen ist auch diese Zahl inzwischen gesunken. Es ist sicher schwieriger ein Kleinkind, das sich mitten in seiner Ich-findungsphase oder einem Entwicklungsschub befindet abzustillen, als ein Baby, das sich noch nicht so gut ausdrücken und wehren kann. Wenn Du dich über das Langzeitstillen informieren willst, so empfehle ich dir die Arbeiten von Katherine Dettwyler, einer amerikanischen Anthropologin. Veröffentlichungen von K. Dettwyler findest Du auf der Seite von LLLInternational (www.lalecheleague.org) und ins Deutsche übersetzt auch unter . Ganz allgemein ist es so, dass das längere Stillen sich positiv auf die langfristige Gesundheit eines Kindes auswirkt (nicht zuletzt deshalb wird von der WHO eine mindestens zweijährige Stillzeit für alle Kinder empfohlen). Die Beziehung eines gestillten Kindes zu seiner Mutter bzw. zu seinen Eltern ist sicher als eng und in aller Regel gut zu bezeichnen. Stillen alleine macht noch keine gute Eltern-Kind-Beziehung, doch ist es in der Regel so, dass langzeitstillende Mütter auch sensibler gegenüber den Gefühlen und Bedürfnissen ihrer Kinder sind. Ich hoffe, dein Frage beantwortet zu haben. LLLiebe Grüße Biggi
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