Mitglied inaktiv
Hallo! Mein Sohn (27 Wochen) wird noch voll gestillt. Weil er aber z.T im 2 Stunden-Abstand kommt, wäre ich sehr dankbar, wenn er inzwischen wenigstens einmal am Tag eine Brei-Mahlzeit zu sich nehmen würde. Ich versuche jetzt schon seit gut einem Monat ihm etwas anzubieten (Karotte, Obst oder Milchbrei, schon alles versucht, mit Löffel mit dem Finger...), aber er mag es nicht. Er schluckt vielleicht 1-2 mal, dann fängt er an zu würgen, dreht den Kopf weg und ich höre natürlich sofort auf. Auch aus der Flasche trinkt er nicht. Habe schon verschiedene Saugergrößen, -löcher und Schnabelaufsätze probiert: Er saugt nicht bzw. verschluckt sich und würgt. Schon die aufgelöste D-Flourette auf einem Löffel ist ein Problem für ihn. Wie lang kann das noch so weitergehen bzw. was kann ich noch versuchen? Ich habe bald keine Kraft mehr, ihn weiter voll zu stillen, zumal er auch Nachts häufig kommt...
? Liebe Mari75, zwei Dinge müssen unbedingt getrennt voneinander betrachtet werden: Die Ernährung und das Schlafen. Selbst wenn der Kleine täglich zwei Beikostmahlzeiten essen würde, wäre das keine Garantie dafür, dass er seltener aufwacht. Wenn ein Kind mit einem halben Jahr so sehr würgt und nicht essen mag, dann ist es in der Regel einfach noch nicht bereit für Beikost. Der Zeitpunkt für die Einführung von Beikost ist gekommen, wenn das Kind die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren (erhöhte Molenlast) des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Wo schläft Ihr Baby denn? Die Nächte können sehr viel einfacher werden, wenn das Baby in unmittelbarer Nähe der Mutter schlafen kann. Für die Mutter ist es sehr viel praktischer, wenn das Baby mit im eigenen Bett liegt (was weltweit bei Mehrzahl aller Kinder und in unserer Kultur sehr viel mehr als von den Eltern zugegeben wird der Fall ist) oder auf einer Matratze oder in einem Kinderbett direkt neben ihrem Bett. Die Mutter muss nachts nicht aufstehen, muss nicht erst richtig wach werden, sondern kann im Liegen stillen und unmittelbar danach weiterschlafen. Auch das Kind muss gar nicht erst richtig wach werden und zu schreien beginnen und kann somit auch schneller wieder einschlafen. Auf diese Weise kann viel Kraft gespart werden und die Nächte verlaufen für alle Beteiligten ruhiger. Auch tagsüber können Sie versuchen, sich selbst Nischen zu schaffen, die Sie ganz gezielt für Ihre Erholung nutzen. Wenn Sie gerne lesen und ein Buch lesen möchten, das sich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt und dessen Autor beim Thema Schlaf auch Achtung vor dem Baby zeigt und dessen Bedürfnisse ernst nimmt, kann ich Ihnen wärmstens `Schlafen und Wachen - ein Elternbuch für KindernächteA von Dr. William Sears empfehlen, das im Buchhandel, bei der La Leche Liga und jeder LLL-Stillberaterin (auch bei uns) erhältlich ist. Dr. Sears ist nicht nur Kinderarzt, sondern auch achtfacher Vater und aus seinen Büchern spricht nicht die graue Theorie, sondern auch eine ganze Menge Lebenserfahrung im Zusammenleben mit Kindern. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
falls du fertigbrei nimmst versuch es doch mal mit was selbstgemachtem, falls er gerne manscht, stell ihm ne schüssel brei hin, deck das umfeld ab und lass ihn sich mit dem zeug anfreunden....
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