Mitglied inaktiv
Hi, Biggi, ich stille seit 18 Monaten, und es war eine schoene und ziemlich problemlose Stillzeit. So langsam reicht´s mir aber doch (haette anfangs nicht mal gedacht, dass es SO lange wird). Habe bereits deine Tipps zum sanften Abstillen gelesen (biete nicht an, lehne nicht ab, viel Zuwendung, Ablenkung, zuerst die Tagesstillzeiten ausfallen lassen). Aber irgendwie sehe ich keine Perspektive: Nach zwei mal einer Woche Krankheit stillt mein Kleiner mehr als zuvor, morgens vor dem Aufstehen (statt Fruehstueck), um mittags einzuschlafen, wenn er nachmittags wachwird, abends, nachts... Dafuer isst und trinkt er unheimlich wenig (mal ein viertel Broetchen, ein halbes Glaeschen, eine Apfelspalte), spielt eher mit dem Essen, broeselt es klein und hat Spass dabei. "Nicht anbieten" funktioniert nicht, er fordert das Stillen lautstark ein, wenn ihm danach ist, und das ist mehrmals taeglich. Wenn ich ihn nicht lasse (weil gerade der Bus kommt oder aehnlich), dann tobt er manchmal richtig. Ablenkung klappt nicht, und wenn ich ihn in den Arm nehme, windet er sich wie ein Aal, um dennoch in Stillposition zu kommen. :-S Was kann ich noch tun? Irgendwelche "Regeln" einfuehren (z.B. nicht in kurzen Abstaenden oder nach dem Aufstehen erst wieder mittags)? Mein Freund meinte, dass es den Kleinen nur verwirren wuerde, wenn er mal duerfte und mal nicht. Bin fuer jeden Rat dankbar. Im Voraus danke fuer deine Antwort, harmony
? Liebe Harmony, es ist nicht ungewöhnlich, dass ein krankes Kind wieder mehr oder sogar voll gestillt werden will und hier ist nun sicher erst einmal Geduld angesagt, bis es dem Kind wieder gut geht. Auch wenn der Kleine jetzt wieder gesund wirkt, kann es durchaus sein, dass er sich doch noch nicht ganz erholt hat. Ich denke auch, dass für euch zunächst das punktuelle Abstillen ein Anfang sein kann. Das punktuelle Abstillen kann das endgültige Abstillen einleiten, muss es aber nicht unbedingt. Sicher ist ein 18 Monate altes Kind noch nicht in der Lage alles Gesprochene bis ins letzte Detail zu verstehen, doch ich denke, dass der erste Schritt für euch sein sollte, dass Du mit deinem Kind darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann kannst Du oder besser ihr beide als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt, um das Stillen etwas einzuschränken. Stillen nach Bedarf ist bei einem Kind über einem Jahr nicht mehr ein so eng gefasster Begriff wie bei einem kleinen Baby und liebevoller Konsequenz lassen sich auch bei einem Kind in diesem Alter in einem gewissen Rahmen Regeln aufstellen. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, könnt ihr einen Weg finden. Punktuelles Abstillen, wie dieses eingeschränkte Stillen genannt wird, erfordert Geduld, liebevolle Konsequenz und vor allem den festen Willen der Mutter, die sich ganz sicher sein muss, dass sie wirklich so handeln will. Du kannst als Übergangslösung mit dem Kind vereinbaren, dass es in bestimmten, klar erklärten und für das Kind erkennbaren Situationen nur ganz kurz trinken darf und so einen allmählichen Übergang schaffen. Viel Ablenkung kann durchaus hilfreich sein. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und ganz ohne Frust wird es nicht funktionieren. LLLiebe Grüße Biggi
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