Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen 14 Monate

Frage: Abstillen 14 Monate

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Hallo, mein Sohn ist 14 Monate, wurde erfolgreich 7 Monate voll gestillt und danach nach Bedarf wie er mochte. Bei mir ist jetzt aber der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr möchte. Kaum setze ich mich mal kurz hin, stürtzt er sich auf mich, reißt mir am Shirt rum, begrapscht mich, will mit meiner Brustwarze spielen etc. Das ist mir einfach alles zuwider, können sie das nachvollziehen? Ich habe wirklich gern gestillt, aber ich sehne mich nach einem Ende. Ich habe ihre Suchfunktion schon oft genutzt und bin erstmal nach dem Prinzip nicht anbieten aber auch nicht verweigern vorgegangen. Momentan ist es so, daß ich ihn gleich morgens im Bett nach dem Aufwachen stille. Vormittags fordert er dann noch weitere zwei Male sein Recht ein. Nachmittags ist es meist besser (1mal) und abends bekommt er nun seit 3 Wochen die Flasche, die er einfach so akzeptiert hat. Nachts schläft er gut, selten muß ich da stillen. Ich habe eben auch das Problem, daß ich den Tag nicht wirklich umgestalten kann. Ich muß meine Tocher bis 9 Uhr in den Kiga bringen und zur festen Zeit wieder abholen. Vormittags versuche ich meinen Haushalt in Ordnung zu bringen. Einmal die Woche gehe ich mit ihm alleine weg in die Krabbelgruppe, aber jeden Vormittag kann ich nicht mit ihm raus. Nachmittags ist er meist gut abgelenkt von seiner Schwester und da unternehmen wir dann auch viel. Vormittags kann ich das Stillen lediglich rauszögern, aber nicht ersetzen mit etwas anderem. Ich weiß nicht was ich noch machen soll. LG Ann+Lorenz


Biggi Welter

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? Liebe Ann, beim Abstillen eines Kleinkindes ist es als allererstes wichtig, dass Sie sich restlos sicher sind, dass Sie auf jeden Fall jetzt abstillen wollen. Denn solange Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, wird Ihr Kind dies spüren und entsprechend reagieren. Wenn Ihr Entschluss dann ganz fest steht und es daran nichts mehr zu rütteln gibt, dann bedeutet es aber immer noch, dass Sie Geduld haben müssen und Ihrem Kind mit liebevoller Konsequenz die Brust entziehen. Das kann auch bedeuten, dass Sie für ein paar Tage eben doch Ihren üblichen Alltagsablauf verändern. Auch mit festen Terminen (wie dem Kindergarten Ihrer Tochter) ist es möglich, zu anderen Zeiten flexibel zu sein und dann lassen Sie den Haushalt mal ein paar Tage auf Sparflamme laufen, davon wird keiner in der Familie wirklich schaden nehmen. Außerdem können Sie Ihr Kind ja auch in die Hausarbeit mit einbeziehen. Auch einjährige Kinder können schon „helfen". Das ist gleichzeitig eine Möglichkeit, das Kind abzulenken. Und denken Sie daran: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ihr Kind braucht etwas Zeit. Wenn Sie nun zunächst einmal das Stillen am Nachmittag vollständig einstellen und es am Vormittag nur einschränken, dann ist das schon ein großer Schritt. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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