LittleC
Hallo, Habe mal ein paar Fragen. Mein Sohn wird im Januar 2 Jahre. Ich stille Ihn noch Nachts und zum Mittagsschlaf, wobei es auch ein zwischen Ding nuckeln trinken ist. Seit unser Sohn 10 Monate ist liegt er bei uns im Bett . Einen Schnuller oder kuscheltier nimmt mein Sohn nicht , stattdessen scheint er mich dafür zu nehmen. Er streicht mir beim Stillen immer über den Bauch und denke das es eher ein kuscheln/wohlbefinden ist. Leider ist es meine Schuld, dass sobald er Mama gesagt hat ich ihm nachts gleich die Brust gegeben habe, damit er wieder weiter schläft, denn er ist sehr aktiv. Und wenn er nachts dann die Brust net bekommt und ich sage nein das reicht jetzt oder das tut Mama aua machen dann heult und schreit er, bis er dann richtig wach ist. Daher habe ich ihm immer gleich die Brust gegeben, damit wir mein Mann und ich weiterschlafen können. Das Problem ist, dass er früher nachts 2-3x wach wurde und nun bestimmt über halbes Jahr 5-7x. Ich lege ihn so um ca 20uhr ins Bett und morgens zwischen 6-7uhr, was für mich ja ok ist, aber das ständige Mama Mama nachts und dann gleich nuckeln/trinken strengt langsam an. Ich muss dazu sagen, dass wenn wir mittags im Auto sind er müde wird oder er bei Oma mittags ist, er ja auch so einschläft. Nur wenn er weiß ich bin da und wir liegen im Bett... Gibt es einen kuschelersatz? Habe mal ein Tuch genommen oder kuscheltier oder auch mal Schnuller versucht, aber den wirft er weg. Auch wenn ich ihm Wasser oder Tee anbiete nachts nimmt er es nicht oder nippt kurz und will dann wieder die Brust als quasi Beruhigung. Im Februar fliege ich 3wochen mit meinem Sohn nach Spanien. Ohne meinen Mann, wo ich das abstillen am besten machen könnte. Dort möchte ich ihn abstillen und weiß leider nicht wie am besten? Es gibt ein babybett lege ich ihn von vornherein dort rein.? Er brauch nämlich immer körperkontakt Stapel im Elternbeirat die Decke hoch damit er denkt wir liegen bei ihm. Wie stille ich am besten ab? Jetzt kommen wohl die sogenannten drei Schrei Tage?! Wie kann ich es ihm am besten klar machen? Möchte nicht das er sich abgestoßen fühlt. Er ist tagsüber absolut kein kuschler und scheint es jetzt abends zu holen. Muss ich eine Milch anfertigen, obwohl er jetzt im Alter ist, wo er richtig isst und abends Wasser oder Tee ausreichen müsste. Tut mir leid das ich soviel schreibe nur möchte ich jetzt nichts falsch machen.
Liebe LittleC, ich würde nicht im Urlaub beginnen, denn da ist das Kind sowieso aufgeregt und wird deine Nähe umso mehr suchen. Der Urlaub soll dich doch entspannen und nicht aufregen, oder? Vielleicht kannst Du über die Feiertage zu Hause damit beginnen, deinem Kind das Dauerstillen in der Nacht abzugewöhnen. In diesem Alter kann dein Kind durchaus langsam lernen, dass es nachts mal eine Pause gibt, eine stillfreie Zeit. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das erst im Herbst auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Wichtig ist nun, dass ihr zum Einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum Anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. LLLiebe Grüße, Biggi
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