Maria2
Liebe Frau Welter, ich hatte ihnen schon einmal wegen der Problematik nächtliches Stillen geschrieben und sie rieten mir durchzuhalten. Das habe ich auch getan, leider hat sich nichts von selber gebessert. Inzwischen sind meine Zwillinge korrigiert ein Jahr und ich möchte sie komplett abstillen. Das Problem ist: sie trinken nur aus der Brust! An Flasch, Trinklerntasse, Becher wird nur mal kurz gekostet, es läuft etwas in den Mund und direkt wieder raus. Ich habe Pre Milch, Wasser, Tee, Saft ausprobiert. Was kann ich tun? Ich kann sie ja nicht austrocknen lassen. Leicht verzweifelte Grüße, Maria
Liebe Maria, da sich die Techniken des Trinkens an der Flasche und an der Brust deutlich unterscheiden und sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust, lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrößen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche und gerade bei einem Kind ab sechs Monaten lässt sich der Becher gut einführen und die Flasche muss nicht mehr in jedem Fall unbedingt eingeführt werden. Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. Wie essen denn die Kinder Beikost? Klappt das gut? Notfalls könnten Sie anstatt Gemüsebrei auch Gemüsesuppe anbieten oder auch den Milchbrei sehr flüssig anbieten. Es tut mir leid dass ich nicht mehr helfen kann. LLLiebe Grüße Biggi
Maria2
Leider essen die beiden eher wenig, manchmal auch nichts. Ihr Gewicht ist aber gut. (Sie trinken ja auch die Nacht durch..) Ich habe nicht das Gefühl, dass ihnen die Saugtechnik fehlt, es kommt ja was in den Mund, aber sie lassen es wieder raus laufen.
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