Frage im Expertenforum BEBAFamily - Milch & FlÀschchen an Anke Claus:

Wie viel Milch ist nachts noch "normal" bei 11 Monate altem Kind?

Frage: Wie viel Milch ist nachts noch "normal" bei 11 Monate altem Kind?

Stephanie101

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Hallo, Mein Sohn ist inzwischen knapp 11 Monate alt und trinkt nachts noch 2-3 Milchflaschen a 200-240ml. Er wacht dann auf ubd lĂ€sst sich nur durch die Flasche beruhigen (klingt fĂŒr mich wie Hunger *g*). Ich stille nicht mehr und er bekommt 4 Mahlzeiten am Tag. Mein GefĂŒhl sagt mir, dass die Portionen okay sind, die er vertrĂŒckt. Er trĂ€gt GrĂ¶ĂŸe 80 und wiegt ca. 11-12 kg. Aus dem Umfeld (Bekannte und Kinderarzt) wird das "viele Trinken" nachts kritisiert... wie schĂ€tzen Sie das ein? Ist es "normal", dass ein Kind in diesem Alter nach z.B. spĂ€t. 4 Std nach dem Abendessen wieder Hunger hat? Da er ca. 1min fĂŒr seine Flasche braucht und danach direkt wieder einschlĂ€ft, empfinde ich es als nicht störend.


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Liebe "Stephanie101", zu den „Kritikern“ möchte ich mich sicher nicht gesellen, dennoch möchte ich Ihnen aufzeigen warum so eine große Trinkmenge in der Nacht nicht mehr nötig ist und vor allem wie Sie sie reduzieren können. Ihrem Kleinen reichen in seinem Alter 400-500mL Milch inkl g Milchbrei. Nach dem ersten Geburtstag geht der Bedarf noch weiter runter. Trinkt sich Ihr Kleiner an der Milch satt, kann der Appetit auf die wichtigen Speisen am Tage geringer ausfallen, auch wenn Ihnen die Portionen ausreichend erscheinen. Zudem werden die kleinen ZĂ€hnchen in der Nacht von der Milch umspĂŒlt und Karies kann entstehen. Es wird aber immer wieder Phasen geben, wie ein kommendes ZĂ€hnchen, eine ErkĂ€ltung, ein Wachstumsschub,... in denen Ihr Kleiner nachts eine Milch verlangt. Das ist natĂŒrlich völlig in Ordnung! ÂŽ Das Trinken in der Nacht ist aber meist Gewohnheit. Ihr Kleiner kann mit Ihrer Hilfe lernen, ohne Milch in der Nacht auszukommen. Dazu wĂŒrde ich die Milch ausschleichen, also immer weniger Pulver anrĂŒhren und auch die Trinkmenge nach und nach reduzieren. Das ist ein guter Weg die Kleinen von den Nachtflaschen zu entwöhnen. Versuchen Sie mehr und mehr Ihren Jungen anderweitig wieder zum Einschlafen zu bringen. Spieluhr, Schmusetuch mit Geruch von Mama, streicheln und gut zureden. Bieten Sie Ihrem Kleinen auch nach dem Abendbrei noch etwas Wasser an, damit ihn der Durst ihn in der Nacht nicht weckt. Das bedeutet bestimmt weitere „unruhige NĂ€chte“ fĂŒr Sie. Geben Sie sich beiden Zeit sich umzugewöhnen. Zum Beispiel zwei Wochen oder einen Monat, dann haben Sie das Ziel gemeinsam erreicht. Erzwingen lĂ€sst sich da sowieso nichts. Aber mit Geduld und Konsequenz klappt das bestimmt. Alles Liebe fĂŒr Sie und Ihren Kleinen! Herzliche GrĂŒĂŸe Anke Claus


AnjaMitBaby

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Entschuldigung, dass ich mich hier so ganz dreist einmische... aber wir sind in einer Ă€hnlichen Situation. Mein Sohn ist auch knapp 11 Monate alt und er fordert sein FlĂ€schen nachts um halb fĂŒnf ein . Er braucht auch nur eine Minute, bis seine 130ml leer sind, danach schlĂ€ft er sofort weiter. Von dem her denke ich auch, dass es wirklich Hunger ist. "MĂŒssen" wir das FlĂ€schchen auch ausschleichen? Vor ein paar Monaten wollte er noch um 4 Uhr ein FlĂ€schchen, dann auch 180ml, inzwischen will er um halb fĂŒnf und braucht auch nur noch 130ml. Ohne dass ich ihn dazu trainiert hĂ€tte. Das ist aber schon relativ lang so. Was meinen Sie dazu? Vielen lieben Dank fĂŒr Ihre EinschĂ€tzung! Liebe GrĂŒĂŸe Anja PS: Bitte wundern Sie sich nicht, dass ich gerade eben von Ihrer Kollegin Frau Plath in einem anderen Beitrag schon eine sehr ausfĂŒhrliche Antwort erhalten habe. Aber dieser Beitrag hier ist unserem "Problem" so Ă€hnlich, dass ich gerne Ihre Meinung hĂ€tte :-) Danke!


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Liebe „AnjaMitBaby“, ich finde es schön, dass Sie sich hier „einklinken“! Letztlich empfinde ich das nĂ€chtliche FlĂ€schchen bei Ihrem Kleinen als „Grenzfall“. Man könnte es auch schon als frĂŒhes FrĂŒhstĂŒck bezeichnen. Auch isst sich Ihr Junge an den Mahlzeiten am Tage satt und der Appetit wird nicht durch die Milch gebremst. Da Ihr Schatz aber ansonsten ausreichend mit Milch versorgt ist und der Bedarf nach dem ersten Geburtstag noch weiter sinkt, können Sie es gerne langsam ausschleichen. Auch fĂŒr die kleinen ZĂ€hnchen wĂ€re es besser. Ihr Kleiner hat schon begonnen das FlĂ€schchen von selbst auszuschleichen. UnterstĂŒtzen Sie ihn dahingehend ruhig weiter und reichen ihm nur eine Menge von z.B. 100mL die Sie nach und nach auch weiter reduzieren können. Machen Sie sich dabei bloß keinen Stress und gehen Sie nach Ihrem mĂŒtterlichen GefĂŒhl, dann klappt das bestimmt. Alles Liebe und ein schönes Wochenende! Herzliche GrĂŒĂŸe Anke Claus


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