Frage im Expertenforum Milch & FlÀschchen an Annelie Last:

Unterschied pre-Milch und weitere Milchprodukte

Frage: Unterschied pre-Milch und weitere Milchprodukte

Dizzy_Gillespire

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Hallo, unsere Tochter ist fast 15 Monate alt. Sie ist leider keine große Esserin, sondern verlangt stattdessen hĂ€ufig ihr FlĂ€schchen. Meine Frage ist: Können wir fĂŒr die FlĂ€schchen-Nahrung weiterhin die pre-Milch verwenden? Wir können (wollen) nicht auf Kuhmilch umsteigen, da wir momentan in China leben. Hipp pre-Milch können wir uns aber problemlos aus Deutschland mitbringen lassen. Oder ist die pre-Milch fĂŒr unsere Tochter als quasi Hauptmahlzeit inzwischen nicht mehr geeignet? Vielen Dank fĂŒr Eure Antwort!


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Liebe „Dizzy_Gillespire“, bei der Wahl der Trinkmilch haben Sie im Kleinkindalter grundsĂ€tzlich mehrere Möglichkeiten. Sie können als Trinkmilch weiter die gewohnte SĂ€uglingsmilch (Pre, 1, 2 ,3) reichen oder Sie können auch eine Kuhmilch (Vollmilch) oder eine altersgerechte Kindermilch wie HiPP Kindermilch anbieten. Kuhmilch oder Kindermilch wĂ€re zum FrĂŒhstĂŒck ideal aus der Tasse zum Brot oder im MĂŒesli also als Teil einer Mahlzeit. Denn Kinder- und Kuhmilch sind dĂŒnnflĂŒssig und nicht so sĂ€ttigend und kalorienhaltig wie eine SĂ€uglingsmilch, also Ihre Pre, die eine komplette Mahlzeit ist / ersetzt. Insgesamt benötigt Ihr MĂ€dchen im zweiten Lebensjahr aber nur noch etwa 300ml Milch inklusive der anderen Milchprodukte (MĂŒesli, Joghurt, KĂ€se, etc.) aus. Das kann auch mal etwas mehr sein. Aber es ist eine gute Richtschnur. Zu viel Milch macht den Speiseplan Ihres MĂ€dchens zu „milchlastig“ und verdrĂ€ngt andere wichtige Lebensmittel. Ihre Kleine trinkt sich noch an der Milch satt und hat dadurch weniger Appetit auf die feste Kost hat. Isst sie nicht genug, holt sie es sich wieder ĂŒber die Milch. Es ist wie ein Teufelskreis und sicherlich ist es auch nicht „ideal“, wenn Kinder in diesem Alter noch hauptsĂ€chlich mit Milch ernĂ€hrt werden. Hier spielt nicht nur die NĂ€hrstoffversorgung eine Rolle, auch andere Entwicklungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Sprachentwicklung, die durch das Kauen fester Kost gefördert wird, können zu kurz kommen. Ich verstehe Ihren Gedankengang, wenn Ihr MĂ€dchen wenigstens die Milch isst/trinkt. Aber genau hier mĂŒssen Sie jetzt umdenken! Besser und altersgerechter wĂ€re es natĂŒrlich Ihr Kind wĂŒrde ich nach und nach von dem FlĂ€schchen entwöhnen. Es wird empfohlen Kinder ab dem ersten Geburtstag vom FlĂ€schchen zu entwöhnen und mit dem altersgerechten Trinklernbecher oder noch besser einer normalen Tasse vertraut zu machen. Das Trinken aus dem Becher ist auch besser fĂŒr die ZĂ€hne und erfahrungsgemĂ€ĂŸ werden aus einem Becher keine Unmengen (mehr) getrunken. Letztlich geschieht dies aber sehr individuell. Wenn Ihrem MĂ€dchen ein FlĂ€schchen noch wichtig ist, können sie auch noch etwas beibehalten. Aber vielleicht nur ein kleines FlĂ€schen (100ml) und nur abends und morgens jeweils eins? Aber das FlĂ€schchen sollte zĂŒgig ausgetrunken und anschließend(!) die ZĂ€hnchen gereinigt werden, Ihr MĂ€dchen sollte also nicht mit dem FlĂ€schchen im Mund wieder einschlafen, dann kann man das noch etwas akzeptieren. Schönes Wochenende! Annelie Last


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