Hallo Frau Plath, ich wende mich an Sie, da sie mir vor ein paar Monaten schon einmal sehr hilfreich und ausfĂŒhrlich geantwortet haben. Meine Tochter wird am 04.09. 9 Monate. Unser aktuellen Mahlzeiten sehen wie folgt aus: - morgens nach dem Aufwachen (ca. 7 Uhr) ein FlĂ€schen Pre-Nahrung (200 ml) - Vormittag Obst-Getreidebrei - Mittag GemĂŒse- Kartoffel-Fleischbrei (abwechselnd GemĂŒse Fisch, Fleisch, etc.) - Nachmittag Obstmus mit etwas Getreideflocken - Abends 200 ml Pre-Nahrung AuĂerdem bekommt sie immer mal wieder verschiedenes GemĂŒse zum "drauf rum beiĂen", Hirsekringel, Brotrinde oder auch mal eine Kartoffel zum selber essen. Wir möchten nun nach und nach mit der Familienkost anfangen. 1. Frage: ist das zu frĂŒh? Sie hat erst 2 ZĂ€hne, bekommt gröĂere StĂŒckchen aber schon ganz gut klein. Wenn wir dann in den nĂ€chsten Wochen mit der Familienkost angefangen haben und sie z. B. zum FrĂŒhstĂŒck Brot bekommt oder auch zum Abendessen Brot, dann habe ich schon oft gelesen, dass man zu diesen Mahlzeiten ein Glas Kuhmilch (3,5 % Fett) reichen soll. Nun möchte ich mit Kuhmilch aber noch bis mind. zum 1. Lebensjahr warten. Was reicht man denn alternativ dazu? Sie trinkt tagsĂŒber und zu den Mahlzeiten immer gut Wasser. Wenn dann aber irgendwann die beiden FlĂ€schchen am Morgen und am Abend wegfallen, dann bekommt sie ja keine Milch mehr. Kann man zum FrĂŒhstĂŒck und Abendessen nicht auch einfach Pre-Milch dazu geben? Könnte man diese auch kalt servieren? Vielen Dank schon mal fĂŒr Ihre Antwort. Viele liebe GrĂŒĂe
Doris Plath
Liebe âFrechdachs83â, das freut mich sehr, dass ich Ihnen eine Hilfe bin. Gerne auch heute wieder. Ab dem 10. Monat können Sie Ihre Tochter nun mehr an den Familientisch heranfĂŒhren. Je nach Reife und Entwicklung ist das fĂŒr manchen Babys spannender. NatĂŒrlich sollte das Essen fĂŒr Ihre Tochter noch babygerecht sein, d.h. möglichst nicht gesalzen und wenig gewĂŒrzt, nicht scharf, frittiert und fettig. Denn Ihr MĂ€dchen ist noch ein Baby und keine kleine Erwachsene. Sie machen es richtig, wenn Sie Ihrer Kleinen zunĂ€chst was vom eigenen Essen zu ihren Breien etc. kombinieren. So schaffen Sie einen sanften Ăbergang zur Familienkost. Sie machen es richtig, wenn Sie Ihrer Kleinen zunĂ€chst was vom eigenen Essen zu ihren Breien etc. kombinieren. So schaffen Sie einen sanften Ăbergang zur Familienkost. Nehmen Sie doch einfach eine Portion weg, bevor Sie das Essen fĂŒr die Familie salzen und wĂŒrzen. Salz wĂŒrde ich bis zum Ende des ersten Jahres noch weglassen, da es im Haushalt meist nicht gelingt in Miniprisen zu dosieren. Ganz auf GewĂŒrze verzichten mĂŒssen Sie jedoch nicht mehr. Verwenden Sie GewĂŒrze aber âmaĂvollâ. Gegen kleine Mengen Pfeffer, Curry, Paprika etc. spricht nichts. Hilfreich können wĂŒrzende KrĂ€uter wie Basilikum, Thymian, Petersilie usw. sein. Mein Tipp: Reichen Sie zwanglos kleine, weiche, gedĂŒnstete GemĂŒsestĂŒckchen, Kartoffeln und Nudeln etc. auf einem extra Tellerchen dazu und lassen Sie sie mit ihren HĂ€nden oder mit einem Löffel auch das selbstĂ€ndige Essen ĂŒben. Gehen Sie da ganz nach Reife und Interesse Ihres MĂ€dchens vor. Wenn Sie nur wenige ZĂ€hne hat, kann Sie halt einfach nicht so gut beiĂen. Dann lieber noch grober pĂŒriertes Essen geben, wie Sie es auch in unseren fein abgestuften Altersstufen vorfinden. Das mit der Kuhmilch als Trinkmilch kann ich mir im ersten Jahr nicht vorstellen. Davon wird allgemein abgeraten. Es ist genau so wie Sie es selbst vorhaben. Kuhmilch ist als reine Trinkmilch im ersten Jahr nicht brauchbar. Kuhmilch hat eine andere Zusammensetzung als Muttermilch oder SĂ€uglingsnahrung. Daher ist sie als Muttermilchersatz, also zum Trinken aus dem FlĂ€schchen bzw. der Tasse, nicht geeignet. Ihrem Baby wĂŒrden bei einer ErnĂ€hrung mit Kuhmilch einerseits wichtige NĂ€hrstoffe wie z.B. Eisen fehlen, andererseits könnten andere NĂ€hrstoffe, die in Kuhmilch in zu hoher Menge enthalten sind, die Organe des Babys belasten. Wird nicht oder nicht mehr ausreichend gestillt, dann ist als Trinkmilch eine fertige SĂ€uglingsmilch die richtige Wahl. Sie können einfach zur Brotzeit die SĂ€uglingsmilch dazu reichen. Entweder aus der Flasche, oder auch schon aus dem Becher (mit etwas Ăbung geht das recht gut). In dem Alter Ihrer Kleinen ist eine Milch in der FrĂŒh einfach noch ideal. Die Milch liefert nach einer langen Nacht FlĂŒssigkeit und Energie gleichermaĂen. Gegen Ende des Jahres kann das â1. FrĂŒhstĂŒckâ aber gerne auch reichhaltiger werden, falls die Milch nicht mehr ausreicht. Ein weiterer Milchbrei, ein Baby-MĂŒesli (z.B. mit HiPP Bio-Getreidebreien, grĂŒne Packungen) oder ein Brot plus eine Tasse/Flasche SĂ€uglingsmilch sind dann geeignet. Die SĂ€uglingsmilch sollten Sie natĂŒrlich nach Angabe auf der Packung zubereiten. Sie können diese dann gerne weiter als sonst runterkĂŒhlen und somit âkaltâ servieren. Es grĂŒĂt Sie und Ihre Kleine wieder herzlichst, Doris Plath
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