Mescha
Hallo Fr. Neumann, Meine Tochter ist jetzt 11 Monate alt und vom Gewicht bei knapp 9 Kilo, was ja in Ordnung ist. Ich stille sie noch morgens, mittags und abends. Nun Versuch ich schon seit einiger Zeit, ihr zum Frühstück Brot mit Frischkäse oder Obst anzubieten, aber sie will nicht mal eine Viertelscheibe essen und spielt nur mit dem Essen. Hab auch schon mit dem stillen gewartet morgens, aber das brachte auch nichts. Sie ist auch am Vormittag keinen Snack, sondern erst zu Mittag. Mit dem trinken ist es ganz ähnlich. Wie kann ich ihr Frühstück und Getränke schmackhaft machen? Vielen Dank schonmal für die Antwort!
Hallo Mescha esst auf jeden zusammen das Frühstück und lass deine Kleine bei dir probieren, was du isst. Richte deiner Kleinen auch ein Tellerchen, auf dem du klein geschnittene, entrindete, mit Butter oder Margarine und/oder Frischkäse bestrichene Brotstückchen arrangierst. Die kleinen mundgerechten Häppchen müssten dein Kind zum Zugreifen animieren. Es kann auch sein, dass deine Tochter einfach noch nicht so weit ist. Mag sie nur Brot und Frühstück nicht? Schaut sie dir denn beim Essen interessiert zu? Babys beobachten ihre Mitwelt und imitieren gerne. Deshalb sind Speisen besonders begehrt, die andere Familienmitglieder essen, und Dinge die sie immer und immer wieder sehen. Genau das wollen sie haben. Sie untersuchen die Dinge zuerst mit den Händen, dann mit dem Mund. Manches wird geschluckt und Manches wieder ausgespuckt.... Kinder wollen alles BE-GREIFEN. Es heisst, dass möglichst viele Sinne beteiligt sein sollten, damit etwas nachhaltig akzeptiert wird: ein Brötchen kann zerlegt werden... die Kruste bröckelt ab... das Innere ist weich und lässt sich formen... Butter ist oft ein interessantes Untersuchungsobjekt. Finger bohren sich in die weiche, träge Masse. Der Esstisch wird zum Spielfeld. Nudeln werden vom Hochstuhl herunter geworfen - und Mama hebt sie auf. Als Mama ist man sehr gefordert :-) kleine Nudeln sind eine Bereicherung zum gewohnten Brei, vor allem wegen der Konsistenz. Auch Angebote aus deinem Speisenrepertoire sind gut. Es geht bei der Einführung zur Familienkost zunächst vor allem darum, gemeinsame Mahlzeiten am reichhaltig gedeckten Tisch zusammen einzunehmen. Das gemeinsame Mahl inspiriert zum Nachahmen. Davon profitieren die Kleinsten stark. Spielerische Geschmackserlebnisse machen Lust auf mehr. Ab dem 10. Lm ist das Kennenlernen und erste Annäherungen an die Familienkost besonders wertvoll, weil Babys in diesem Alter noch neugierig sind. Auch wenn dein Kind nicht alles isst, was er mit seinen Händen und den Augen untersucht, ist es der erste annähernde Schritt in die gewünschte Richtung. Weiche, mit dem Gaumen gut zerdrückbare Speisen sind gut. Harte kleine Stückchen solltet ihr unbedingt meiden. Gib deinem Kleinen Probierhäppchen in entsprechend aufbereiteter Form. Banane kannst du zermusen, oder als kleines Stück geben. Apfel kannst du auf einer Reibe raffeln. Brot kannst du in mundgerechte Happen schneiden Es ist wichtig, dass die Kleinen jetzt viel Gelegenheiten bekommen neue Geschmacksrichtungen, Aromen, Konsistenzen etc kennenzulernen. Dafür reichen kleine Mengen. Dein Kind darf mitessen - aber es muss keine üppigen Portionen von dem neuem und unbekannten Gericht essen, Dein Kind kann diese Esserfahrungen zunächst noch als spielerischen Anreiz nehmen, um Essen mit allen Sinnen zu erfahren und sich vorerst noch an den üblichen Breien (oder Stückchen) satt essen. So kann dein Kind die unterschiedlichen Aromen und Konsistenzen unterschiedlicher Nahrungsmittel kennen lernen. Mit Familienkost kannst du ganz langsam beginnen. Es geht gar nicht so sehr darum, Breimahlzeiten zu ersetzen, als viel mehr darum, diese zu ergänzen. Familienkost ist eine Übergangszeit. Gewohntes sollte mit Neuem kombiniert werden. weil Essen lernen über Gewöhnung geschieht. Versuche zunächst auch, die Mahlzeiten bei Tisch rhythmisch ins Tagesgeschehen einzubinden. Über diese Routine wird sich langfristig deine Kleine vermehrt für Essen interessieren, probieren und Vieles gerne mögen. Grüße B.Neumann
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