Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Fragen zur Beikost Baby 10 Monate

Frage: Fragen zur Beikost Baby 10 Monate

ClaudiaJonas

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Guten Tag! Mein Sohn (fast 10 Monate) ist noch sehr wenig Beikost: Frühstück: ein bisschen Brot mittags: ca. 80g Gemüse-Fleisch-Brei (biete ihm auch immer etwas -babygerechte-Familienkost an - bis jetzt spielt er damit nur anstatt zu essen...) Abend: Brot (biete ihm ebenfalls immer kleines Fingerfood von unserer Brotzeit an) Zwischenmahlzeit: Maisstangen, nagt an Apfel oder Banane (3. Zahn kommt gerade) wenn ich etwas esse und ihm davon anbiete Trinken: zu den Mahlzeiten immer ein paar Schluck Wasser aus dem Glas (klappt schon sehr gut) Isst absolut keinen Getreidebrei weder mit Milch noch Obst.... Habe sehr viel ausprobiert versch. Getreidesorten usw. er weigert sich jedoch, auch nur zu probieren... Er wird noch sehr viel gestillt (am Tag ca. 4x, nachts wird er meist jede Stunde wach...!) Ist es OK wenn ich ihm statt des Getreiebreis Brot gebe (Belag mag er allerdings noch keinen drauf)? Kann ich ihm am Abend auch Kuhmilch (mit Wasser) zum Trinken anbieten? Ist es OK wenn ich einfach immer wieder Familienkost anbiete und haben Sie Ideen wie ich seine Neugierde darauf steigern kann..? Vielen Dank! Mfg -


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo ClaudiaJonas das hört sich doch alles wunderbar an. Dein Kleiner zegit Neugier am Familientisch. Er bekommt ausreichend Milch, trinkt etwas Wasser, isst Brot, isst Brei - Mach weiter so. Du darfst deinem Kleinen etwas abgekochte Kuhmilch aus einer Tasse anbieten. Das hat den Zweck, dass er sich langsam, mit kleiner Menge, daran gewöhnt. So wird der Übergang von Brust zu Tisch allmählich eingeleitet. Besonders gut geeignet dafür sind auch weich gegarte, ungewürzte Stückchen von Gemüse/Obst/Kartoffel etc, Ab dem 10. Lm ist das Kennenlernen und erste Annäherungen an die Familienkost besonders wertvoll, weil Babys in diesem Alter noch neugierig sind. Auch wenn dein Kind nicht alles isst, was er mit seinen Händen und den Augen untersucht, ist es der erste annähernde Schritt in die gewünschte Richtung. Weiche, mit dem Gaumen gut zerdrückbare Speisen sind gut. Harte kleine Stückchen solltet ihr unbedingt meiden. Gib deinem Kleinen Probierhäppchen in entsprechend aufbereiteter Form. Banane kannst du zermusen, oder als kleines Stück geben. Apfel kannst du auf einer Reibe raffeln. Brot kannst du in mundgerechte Happen schneiden Es ist wichtig, dass die Kleinen jetzt viel Gelegenheiten bekommen neue Geschmacksrichtungen, Aromen, Konsistenzen etc kennenzulernen. Dafür reichen kleine Mengen. Dein Kind darf mitessen - aber es muss keine üppigen Portionen von dem neuem und unbekannten Gericht essen, Dein Kind kann diese Esserfahrungen zunächst noch als spielerischen Anreiz nehmen, um Essen mit allen Sinnen zu erfahren und sich vorerst noch an den üblichen Breien (oder Stückchen) satt essen. So kann dein Kind die unterschiedlichen Aromen und Konsistenzen unterschiedlicher Nahrungsmittel kennen lernen. Mit Familienkost kannst du ganz langsam beginnen. Es geht gar nicht so sehr darum, Breimahlzeiten zu ersetzen, als viel mehr darum, diese zu ergänzen. Familienkost ist eine Übergangszeit. Gewohntes sollte mit Neuem kombiniert werden. weil Essen lernen über Gewöhnung geschieht. Auch das Probieren und wieder Ausspucken ist ein erster Schritt in Richtung Familienkost. Statt aus dem Gläschen wäre es gut, den Brei auf einem Teller zu servieren. Langsam könntest du den Brei aus dem Gläschen mit selbst gekochtem Brei ersetzen, mit dem Ziel, den Brei allmählich stückiger zu geben - und ausschliesslich selbst Gekochtes. Zu Anfang kann es ganz basically sein: Kartoffeln, Nudeln, in Butter geschwenkte Genüsestückchen, Fleischklößchen und dazu gibt es die raffinierter zubereitete und gewürzte Familienkost. Auch möglich ist es, in den gewohnten Brei, serviert auf dem Teller, etwas Couscous, gekochten Reis oder Nudeln hinein zu tun. Die Beilagen kannst du auch separat dazu geben. So erkennt deine Kleine allmählich auch optische Unterschiede, die sie mit dem Geschmack und dem Mundgefühl, der Verdaulichkeit verknüpfen kann. Bekannte Speisen geben Sicherheit beim Essen. Gib deinem Kind deshalb ausreichend Zeit, sich an die neuen Dinge zu gewöhnen. Gewohntes sollte mit Neuem kombiniert werden. weil Essen lernen über Gewöhnung geschieht. Auch das Probieren und wieder Ausspucken ist ein erster Schritt in Richtung Familienkost. Biete Vielfalt beim Essen und wechsle langsam von Gläschen auf normale Kost. Statt Gemüse-Kartoffel-Fleisch als Brei, ist die Grundlage für eine erlebnisreiche, sättigende Mahlzeit bspw: der gewohnte Brei aus dem Gläschen plus Kartoffelstückchen, Möhrenstückchen, plus Familiengericht. Grüße B.Neumann .


ClaudiaJonas

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Vielen lieben Dank für die ermutigende Antwort und die vielen Tips!! Lg Claudia


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