AA19
Hallo, ich möchte langsam mit Beikost starten bin aber etwas verwirrt. Ich habe verstanden dass man mit Gemüse beginnt dann Gemüse Kartoffeln dann Gemüse Kartoffeln Fleisch. Dann heißt es man soll zermatschtes Obst danach geben aber wann, nach dem Gemüse oder nach der vollen Mahlzeit? Soll man schon in das Gemüse Rapsöl tun oder erst in die volle Mahlzeit, es sollen ja glaube ich 8 Gramm Fett sein? Dann heißt es man soll abends einen Milch Getreide Brei geben, ab welchem Alter kann ich vollmilch nehmen? Hier nimmt man also nur Getreide und Säuglings Milch oder Vollmilch? Und als dritte Beikostmahlzeit soll man einen Getreide Obst Brei geben also in dem Fall Getreide mit heißem Wasser und püriertem Obst? Warum gibt man den als letzte Mahlzeit wenn man doch vorher schon mal Obst gegeben hat? Vielen Dank.
Hallo AA19 ui, da sind eine Menge Fragen.... Darf ich kurz zurück fragen? Stillst du dein Baby oder gibst du Säuglingsmilch? Wenn du stillst - dann wäre es zunächst ein Ziel, deinem Baby zusätzlich zum Stillen neue Esseindrücke zu geben. Denn Beikost ist bei nach Bedarf gestillten Babys zwar für die Nährstoffversorgung nicht zwingend notwendig, aber sie ist trotzdem ein wichtiger Einschnitt, ein Förderer im gesamten Entwicklungsprozess. Bei nach Bedarf gestillten Babys kann und darf die Beikost individuell und spielerisch ablaufen. Anders ist es bei mit Säuglingsmilch ernährten Babys. Hier übernehmen die nach einem bestimmten Ablauf in den Essplan eingefügten Breie, mit ihren festgelegten Rezepturen, die Ernährungsfunktion als Milchersatz. Sie, also die Breie haben das Ziel die Milchflaschen zur jeweiligen Mahlzeit zu ersetzen. Dies dient der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Ernährung. Die Beikostpläne sind dennoch nur Empfehlungen. Sie geben eine gute Orientierung, helfen Mama und Baby beim Essenlernen. Der klassische Weg für die Einführung der Beikost nach diesen allgemein üblichen Empfehlungen hat sich bereits gut bewährt. Der Plan lässt immer noch Raum für individuelle Vorangehensweisen zu. Denn Beikost darf und sollte immer an das individuelle Entwicklungstempo, an die individuelle Reife angepasst werden. Mit der üblichen Vorangehensweise hast du die Gewähr, dass dein Baby optimal mit allen Nährstoffen versorgt wird. Die Reihenfolge der Einführung einzelner Zutaten und der einzelnen Breitypen ist wohl durchdacht und logisch. Die allgemeinen Infos zur Beikost kannst du hier noch einmal nachlesen: https://www.rund-ums-baby.de/ernaehrung/beikost.htm Hier noch einmal ein Überblick: Morgens: Säuglingsmilch 1. Brei (ab (frühestens 5. Lm): Mittags: Gemüse-Kartoffel-(Fleisch)-Brei = milchfrei, zur besseren Eisenresorption der Gemüsebrei ist der erste Brei im Beikostplan, damit ein Baby nicht gleich mit einem süßen Geschmackseindruck die Beikost kennen lernt. Das Gemüse wird alsbald mit Öl ergänzt, damit es satt macht, die Verdauung besser klappt und ein Baby essentielle Fettsäuren erhält. Die Kartoffel liefert Kohlenhydrate und macht etwas länger satt als nur Gemüse. Dem Brei wird Fleisch zugefügt, damit dein Baby Eisen erhält. Alternativ kann Hafer dazu gemischt werden. Dieser Brei ersetzt eine Milchflasche. Die Sache mit dem Obst bzw dem Obstmus kannst du hier nachlesen: https://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=44940&suche1=orangensaft&seite=2 Das im Obst enthaltene Vit C fördert die Eisenresorption. Grundrezept GK-Brei: 100g Gemüse 50g Kartoffeln in wenig Wasser garen. Mit dem Garwasser pürieren optional 2 EL Obstsaft (Vit C-reich) zugeben und 8g Öl (ca 1 EL) darunter rühren. plus 20g Rindfleischbrei alternativ - Grundrezept vegetarischer Brei: 100g Gemüse 50 g Kartoffeln in Wasser, in einem Topf dünsten. Kurz vor Ende der Garzeit 10g (ca 3 EL) Kölln Schmelzflocken (Hafer) unterrühren und aufkochen. Ggf Wasser zufügen. weitergaren lassen und etwas abkühlen lassen mit 30g Vit C reicher Obstsaft (bspw Orangensaft) pürieren und 8 g Öl untermischen statt Schmelzflocken von Kölln, kannst du auch (handelsübliche (bio))zerkleinerte feine Haferflocken einrühren und aufkochen. Auch möglich: Instantflocken (eine Sorte ohne Kochen) nach dem Kochen und Pürieren (mehr Flüssigkeit verwenden) einfach einrühren. Die Eisenversorgung wird durch die Mumi zudem auch positiv beeinflusst. Nachmittags: milchfreier Getreide-Obstbrei = milchfrei, zur besseren Eisenresorption, und zur Unterstützung der Nährstoffaufnahme aus dem Mittagsbrei Abends: Milchbrei Milch fördert den guten Schlaf gewohnte Säuglingsmilch + Getreide + Obst Grundrezept: 200ml zubereitete Säuglingsmilch 20g Baby-Instant-Getreideflocken 20g Obstmus nachts ggf Flasche (Milch) Die Reihenfolge ist so gewählt, dass sich durch die bestimmten Lebensmittelkombinationen alle Nährstoffe ideal ergänzen. In den ersten Tagen der Beikost geht es darum, dass sich dein Baby an die neue Art der Nahrungsaufnahme gewöhnt. Jeden Tag kannst du nun ein Löffelchen Brei mehr geben. Nach etwa vier Tagen kannst du Öl oder Kartoffeln dazu geben und die Menge an Brei stetig erhöhen. Du kannst langsam steigern und dich an deinem Baby orientieren, wie viel es möchte und akzeptiert. Auch bei Babys, die schon zu Beginn gerne mehr und viel essen würden, sollte man nur langsam die absolute Essmenge erhöhen. Das beugt Verdauungsproblemen vor. Du kannst dir ruhig ca 2 Wochen und mehr Zeit lassen, bis ihr eine Essmenge Brei (Gemüse/Kartoffel/Öl) von ca 120-200g erreicht. Am besten gibst du den Brei bald schon als Mischung aus einem Mix von Gemüse/Kartoffel/Öl. Daran sollte sich dein Baby gewöhnen. Diese Menge gibst du in täglich sich steigernder Menge. Die ersten Löffel Gemüse pur sind eine erste Übung für die Beikost. Auch der Verdauungstrakt muss sich langsam an das Neue, an die feste Nahrung gewöhnen. Darum sollte man langsam und behutsam in Bezug auf die Breimenge vorangehen. Damit sich dein Baby trotzdem möglichst bald an einen Breitypus gewöhnt, auch geschmacklich, kannst du den Brei aus 3 Komponenten anbieten. Das Öl wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und macht satt. Nur ein sättigender Brei ist für dein Baby langfristig attraktiv. *Man empfiehlt ein neues Lebensmittel jeweils ca 4 Tage hintereinander zu geben. So kann man eine mögliche Reaktion direkt einem bestimmten Nahrungsmittel zuordnen. Damit nicht zwei aufeinanderfolgende Milchmahlzeiten entfallen, wird allgemein empfohlen, zunächst den Milchbrei am Abend einzuführen, statt mit dem GOB nach dem Mittagsbrei als weiteren Breityp weiter zu machen. Nochmal zu deinem Fragen: Öl kommt am ca 4 Breitag zum Gemüse. Mische die Ölmenge nach etwa diesem Prinzip dazu: 8g Öl auf 200g Brei, 4 g Öl auf 100 g Brei, 2g Öl auf 50g Brei, 1g Öl auf 25 g Brei usw.... Man kann den Abendbrei mit Säuglingsmilch oder Kuhmilch zubereiten. Für junge Babys (bis ca 7. Lm) nimmt man Halbmilch = 100 ml Wasser und 100 ml Kuhmilch (3,5-3,8 Fett), Kuhmilch muss abgekocht werden. Ob Säuglingsmilch oder Kuhmilch - das kannst du frei entscheiden. Sind alle deine Fragen vorerst geklärt? Grüße Birgit Neumann
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