Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Beikost

Frage: Beikost

tania

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Hallo, ich habe ein paar Fragen zur Beikost. Die erste wegen dem Öl, das man hinzufügen soll, die Babybeikostöle sind ja Rapsöl und Sonnenblumenöl gemischt. Ist das ok oder soll man lieber pures Rapsöl nehmen? Da gibt es ja dann - nativ - raffiniert oder kaltgepresst. Welches ist da das beste? Das ich wenn ich selbst koche Bio Produkte nehmen soll ist mir bewusst, aber wie weit schweift das aus. Für Fleisch Gemüse und Obst ist das für mich selbstverständlich aber wie ist das z.B. mit der Milch die in den Brei kommt oder später mit Nudeln, Reis, Brot etc? Wielange wird das mit dem Bio empfohlen? Bis zum Familientisch oder soll man das immer machen? Ist ja schon eine Kostenfrage!? Stimmt es das man Kartoffenln nicht einfrieren darf? Dachte ich koche immer vor, portionier es in Eiswürfelformen und friere es ein und mische die Sorten nach Bedarf. Wielange könnte ich es im Kühlschrank lagern? Das war es jetzt denk ich, ich bedanke mich schon mal für Ihre Antwort. Liebe Grüße tania


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo tania die Beikostöle sind bestens geeignet. Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl oder Maiskeimöl enthalten Linolsäure, die als besonders essentiell für Babys gilt. Spezielles Beikostöl besteht aus einer Mischung von geeigneten Ölen, um maximal die besten Eigenschaften der Öle zu vereinen. Das Mischungsverhältnis von Omega 3-und 6 Fettsäuren sei hier besonders ausgewogen. Beikostöl erfährt eine spezielle Nachbehandlung und unterscheidet sich von dem kaltgepressten Öl vor allem in Geschmack und Farbe. Das Alnatura-Beikostöl (kaltgepresst) wird nach der Pressung nochmals mit heissem Wasserdampf (170 bis 180 °C) behandelt, wodurch die natürlichen Inhaltsstoffe im Öl trotzdem, im Gegensatz zur Raffination, besser erhalten bleiben. Der Geschmack wird milder, die Farbe heller. Durch das spezielle Verfahren wird das Öl auch haltbarer und wird nicht so schnell ranzig. Ich empfehle dir das Beikostöl oder ein vergleichbares (raffiniertes ) Öl kbA. Fürs Baby ist es empfehlenswert Bioprodukte zu verwenden, da besonders Obst und Gemüse weniger belastet sind. Bei Milch steht die Nährstoffbilanz im Vordergrund.Sie enthalte mehr Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E, Beta Carotin und konjugierte Linolsäure (CLA). Und : manche (Bio-)Molkereien mischen homognisierte Milch. mit einer nicht -homog.. Milch. Es wird diskutiert ob die Homogenisierung von Kuhmilch Allergien gegen sie begünstigt. Herkömmliches, also nicht (Bio-)Fleisch kann bspw Medikamentenrückstände haben. natürlich ist es auch eine Frage des Geldbeutels und der Einstellung, ob man vermehrt Bio kauft oder nicht. Sicher muss nicht alles aus kbA stammen, aber bei manchen LM ist es ratsamer, auf die ökologisch angebaute Variante zurückzugreifen (Z.B. Trauben und Paprika). Diese beiden Sorten geraten immer wieder in die negativen Schlagzeilen, zumal wenn sie aus Spanien bzw der Türkei importiert werden. Regional und saisonal erzeugte Ware, die du marktfrisch kaufst, ist auch empfehlenswert. Nicht nur die von aussen anhaftenden Schadstoffe, die durch Spritzmittel oder Autoabgase auf die Lebensmittel gelangen, sondern auch Düngemittel etc zählen zu den problematischen Substanzen. Manche Produkte die nicht aus ökologischer Erzeugung stammen, tragen das Ökotestsiegel "sehr gut". Auch diese Produkte sind wunderbar. Übertreibe nicht, und lass dein Kind auch Sachen essen, die nicht aus Bioproduktion stammen, kaufe die Sachen im Bioladen, die dir persönlich sehr wichtig sind. Du kannst eurem Kind auch "normales" Obst und Gemüse geben. Bio ist zwar der Vorzug zu geben, wenn es aber nicht möglich ist, dann passt das auch. Gerade weil die Kleinen auch einfach mitessen wollen, was man selber so verspeist. Da kann man nicht immer exakt Rücksicht darauf nehmen, das ist schon klar. Obst/Gemüse kannst du gut abschrubben beim Waschen und ggf sogar schälen. Das gilt insbesondere für Äpfel oder Birnen mit nicht Bioherkunft. Schale weg. Erdbeeren, Paprika und Trauben solltest du dagegen aus Bioproduktion für dein Kind bevorzugen. Kaufe einfach die Dinge, die du regelmäßig in größerer Menge für dein Kind besorgst, weil es die regelmäßig isst, in Bioqualität. Was du im Naturkostladen als Bioware kaufst, stammt meist aus Betrieben die strengen Kontrollen unterliegen. Auch in Discountern zählen Bioprodukte mittlerweile zum steten Sortiment. Damit man als Verbraucher Bioprodukte klar erkennen kann, wurde 2001 das Biosiegel eingeführt. Zuvor war es manchmal schwierig solche Produkte eindeutig zu identifizieren, weil Bioware jeweils unterschiedlich gekennzeichnet wurde. Einzelne Anbauverbände hatten eigene Logos und unterschiedliche Kriterien, die es einzuhalten galt, wenn Ware als Bioprodukt auf den Markt kommen sollte. Auch andere Bezeichnungen wie "Öko" oder "Natur" waren möglich. Andererseits war es schwierig diese echten Bioprodukte von Pseudoprodukten mit Aufdruck wie bspw "Naturprodukt", "aus kontrolliertem Anbau" zu unterscheiden Die Nutzung des Bio-Siegels richtet sich nach den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. In ihr ist unter anderem Folgendes festgeschrieben: Verbote: Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln Verbot gentechnisch veränderter Organismen Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger Anforderungen: Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern Mehr Info findest du hier: http://www.bio-siegel.de/startseite/ Und zu guter Letzt noch eine Antwort zu deiner Frage betreffs Kartoffeln und TK. Kartoffel lässt sich einfrieren. Das Ergebnis ist zuweilen aber leider nicht zufrieden stellend. Probiere es einfach einmal aus, und schau, wie du mit dem Ergebnis einverstanden bist. Probiers mal, indem du die Kartoffel nicht pürierst, sondern durch die Kartoffelpresse gibst. Oder mit dem Kartoffelstampfer kleinmachst. Oder wahlweise einen Mixer benutzt. Die Kartoffel ist sehr eigen :-) was die Zubereitungsformen und die Sorten betrifft. Da hilft leider nur Ausprobieren. Eingefrorene Kartoffel wird meist grisselig. Du solltest sie auf jeden Fall mit dem Gemüse zusammen pürieren und einfrieren. Festkochende Kartoffeln sind etwas besser als andere Sorten, aber auch nicht das Wahre. Wenn es dir nicht gefällt, dann kannst du die Kartoffel, wie auch das Öl, immer frisch zum Gemüsebrei dazugeben. Am besten schmeckt die Kartoffel (eigentlich der ganze Brei :-), wenn sie frisch gekocht zum Brei gemischt wird. Eingefrorenen Brei solltest du zum Erwärmen direkt ins Wasserbad geben und nach dem Öl zufügen schließlich servieren. Grüße B.Neumann


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