Beccy
Hallo Birgit, ich muss mich mal wieder an Dich wenden, da ich langsam verzweifle. Meine kleine ist nun 8,5 Monate alt und hat bisher Mittags ca. 60g Brei (Gemüse-Kartoffel-Fleisch) gegessen. Sie freut sich immer riesig, wenns in den Hochstuhl geht und kann garnicht abwarten ihr Lätzchen um zu haben usw. Sie macht also den Eindruck als könne es nicht schnell genug gehen. So und dann ist nach 1-2 Löffeln inzwischen Schluss. Abends habe ich einen Griesbrei mit Obst eingeführt, davon isst sie ebenfalls max. 1-2 Löffel (egal ob Selbstgekocht, Gläschen, Stückig oder richtig breiig). Danach macht sie den Mund einfach nicht mehr auf. Sie trinkt aber sehr sehr gern aus ihrem Becher. Habe nun aus Spaß mal ein paar Löffel Brei so verdünnt, dass sie es trinken kann und siehe da: sie trinkt es mit Begeisterung. Also am Geschmack kanns nicht liegen. Ebenso wenn ich kleine Stücke Reiswaffel in den Brei tunke isst sie es gern. Ich habe ihr von Anfang an morgens ein bisschen MuMi auf einen Löffel getan und ihr damit ihre Vitamin D Tropfen gegeben - das mag sie nicht sonderlich. Ich lasse es quasi auch nur vom Löffel runterlaufen in ihren Mund. Aber verbindet sie daher evtl. etwas negatives mit dem Löffel?! An Obststückchen knabbert sie mal, aber nur wenn ich es ihr hinhalte und würgt dann meist kurz, schluckt es aber doch. Babyzwieback hält sie in der Hand und knabbert es mit Begeisterung und dem Gesichtsausdruck "tja ich habe da was was du nicht hast". Aber wie soll ich weitermachen? Überhaupt noch Brei anbieten oder lieber nur Reiswaffeln, Zwieback, bisschen Obst und Gemüse zum Knabbern?! Ich stille sonst noch viel. Ich habe nun einen Fenchel und eine Pastinake gekauft, kann ich davon Stückchen dünsten und geben? Muss ich sie in Öl schwenken oder kann ich das Öl irgendwie anders in sie reinbekommen? Finde das bisschen "ölig" wenn ich sie schwenke. Vielen Dank für all deine tollen Tipps und schon mal ein schönes Wochenende! Beccy
Hallo Beccy versuche es doch tatsächlich mit Fingerfood. Deine Kleine hat das Alter für Familienkost ohnehin fast erreicht, so dass du weitere Versuche mit stückiger Kost und Brot wagen könntest. Gut wäre, wenn ihr die Mahlzeiten in Zukunft zusammen einnehmen könntet. Deine Tochter kann im Hochstuhl sitzen und von dort ihre Mitwelt gut beobachten. Sie wird dich nachahmen und dadurch viel lernen. Ein Teller, eine Schüssel sind dafür schon einmal wichtig. Darauf gibst du deiner Kleinen weich gedünstete Gemüsestückchen oder Gemüsesticks, die sie buchstäblich auf eigene Faust erkunden kann. Daneben ein Klecks Brei, den du ggf ab und zu fütterst - voilà, eine super Mahlzeit. Öl brauchst du nicht unbedingt dran zu machen, wenn als eher störend empfunden - Da du noch sehr viel stillst Auch mit entrindeten, dünn mit Butter bestrichenen Brotstückchen könntest du erste Versuche wagen. Die Brotstücke sollten etwa 1cm groß sein. Die Butter auf dem Brot ist ebenso wertvoll. Trinkbrei wäre weniger gut, da es bei der Beikost auch darum geht neue Esstechniken erlernen, wie auch die Gewöhnung ans Kauen. Bei insgesamt gutem Gedeihen müsstest du dir keine Sorgen machen.... Setze dein Augenmerk auf das gesamte Erlebnis Essen - Sinneserfahrungen, Selbständigkeit, kauen lernen, neue Konsistenzen kennen lernen, neue Aromen, Beschaffenheit und Struktur, Nährwert etc. Regelmäßige, ausgewogene, "gesunde" Mahlzeiten im Kreise der Familie sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährungserziehung. Dieses Vorleben "erzieht" langfristig in die gewünschte Richtung. Beikost dient in diesem Alter nicht nur der Ernährung, sondern auch als Spiel zum Sammeln von Sinneseindrücken. Führe deine Kleine spielerisch ans Essen heran. Babys beobachten ihre Mitwelt und imitieren gerne. Deshalb sind die Speisen besonders begehrt, die andere Familienmitglieder essen, Dinge die sie immer und immer wieder sehen. Genau das wollen sie haben. Sie untersuchen die Dinge zuerst mit den Händen, dann mit dem Mund. Manches wird geschluckt und Manches wieder ausgespuckt.... Kinder wollen alles BE-GREIFEN. Es heisst, dass möglichst viele Sinne beteiligt sein sollten, damit etwas nachhaltig akzeptiert wird: ein Brötchen kann zerlegt werden... die Kruste bröckelt ab... das Innere ist weich und lässt sich formen... Butter ist oft ein interessantes Untersuchungsobjekt. Finger bohren sich in die weiche, träge Masse. Der Esstisch wird zum Spielfeld. Nudeln werden vom Hochstuhl herunter geworfen - und Mama hebt sie auf. Als Mama ist man sehr gefordert :-) Bemiss die Akzeptanz der Beikost nicht an der Menge, sondern an der Freude deiner Tochter, wie sich auf Abenteuer einlässt, neue Speisen zu erkunden und sie allmählich durch diese Esserfahrungen lernt, Speisen und Essen jenseits von Mumi zu mögen. Wenn du schliesslich im 2. Lj weniger stillst, kann deine Tochter auf diese Erfahrungen zurück greifen und wird, weil hungriger, auch mehr essen. Also dann Grüße B.Neumann
Beccy
PS ist TK Brokoli etc. als Fingerfood auch in Ordnung wenn ich frischen nicht bekomme?
Hallo Beccy ja, auch TK.-Gemüse kannst du nehmen. Dünste Obststückchen, mache Kartoffelbrei...
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