Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

4,5 Monate altes Baby und Beikoststart

Frage: 4,5 Monate altes Baby und Beikoststart

Fabiphil09

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Hallo! Mein Sohn (jetzt 4,5 Monate alt) zeigt schon seit Wochen großes Interesse an unserem Essen, schmatzt etc. Er ist ein Flaschenkind (Aptamil Pre). Unser KIA meinte, ich könne ruhig mit Beikost beginnen. Nun stellen sich mir einige Fragen und ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. :-) 1. Ich wollte eigentlich selber kochen, habe aber jetzt mehrere Male gelesen, dass bei soo jungen Kindern es besser ist Gläschen zu geben. Dazu kommt noch, dass wenn ich ihm Selbstgekochtes gebe er es weit weniger gern isst, wie Gläschen. Ist es also ok, wenn ich jetzt erstmal Gläschen gebe? 2. Wenn Gläschen, dann wollte ich Alete Naturnes oder welche von Alnatura geben. Jetzt sagte mir eine Freundin, dass beide Gläschen nicht wirklich gut seien. Stimmt das so? Sind die bedenklich? Ich dachte gerade wegen BIO und den Zutaten wären die gut. 3. Bis jetzt hat er nur Pastinake + Kartoffeln bekommen. Wie genau geht es jetzt weiter? Und in welchem Tempo? Ab wann braucht er "hinterher" keine Flasche mehr? 4. EIne Frage zum Öl: Ich stand heute vorm Regeln und sah ein Beikostöl von Rossman und da standen viele verschiedene Öle drauf und auch Fischöl. Besonders das Fischöl hat mich verwundert. Sollte man Beikostöl geben? Ich selbst koche/brate immer mit raffinertem Rapsöl. Oder wäre das auch ok? 5. Muss es wirklich Beikostsaft (Apfelsaft) sein? Oder geht auch "normaler"? Und ab wann gebe ich den mit rein? 6. Auch wenn man es kaum glauben kann: Unser kleiner Sonnenschein will immer von unserem Teller das Essen klauen! Er fängt richtig an zu schreien! Ich weiß, dass er noch viel zu jung dafür ist, aber in dem Punkt ist er echt extrem. Jetzt muss einer von uns fast immer beim Essen rausgehen, wenn er dabei ist und wir essen in Etappen. Meine Schwiegermutter meinte, ich könne den Kleinen schon an unserem Essen lutschen lassen, wenn es nicht besonders gewürzt ist. Aber er ist doch erst 4,5 Monate! Geht das wirklich? Kann ich ihm am Brot rumsabbern lassen etc? Ups...sehr viele Frage....Tut mir leid. Aber ich bin recht verwirrt. Will ihm ja nicht schaden. Ganz liebe Grüße, Fabi


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo Fabi dein Kleiner scheint wirklich große Freude am Essen zu haben. 1.ja, es ist völlig okay. . 2. Die genannten Produkte kannst du deinem Baby geben. Siehe auch hier: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=101855&bernr=07&seite=00 3. gut wäre es, mindestens ca 1 Woche bei dieser Kombination zu bleiben. So kann sich dein Baby allmählich daran gewöhnen, das schafft Sicherheit und Vertrauen und erhöht die Akzeptanz. Wenn dein Kleiner eine gute Portion von ca 110-140-190g schafft, kannst du die Flasche weg lassen. Auch möglich ist es, die Menge in der Flasche anzupassen und/oder nach dem Brei Wasser anzubieten. Wenn die Milch weg fällt, solltest du Wasser anbieten. 4.Spezielles Beikostöl besteht aus einer Mischung von geeigneten Ölen, um maximal die besten Eigenschaften der Öle zu vereinen. Das Mischungsverhältnis von Omega 3-und 6 Fettsäuren sei hier besonders ausgewogen. Die Öle haben beste Qualität und sind für Baby ausgezeichnet geeignet. Du kannst stattdessen auch raffiniertes Rapsöl nehmen. Beikostöle gibt es noch keine 5 Jahre. Zuvor galt die Empfehlung Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl oder Maiskeimöl (raffiniert) zu verwenden. Und das gilt, abgesehen von speziellem Beikostöl auch noch heute. Alnatura Beikostöl erfährt eine spezielle Nachbehandlung und unterscheidet sich von kaltgepresstem Öl vor allem in Geschmack und Farbe. Alnatura-Beikostöl (kaltgepresst) bspw wird nach der Pressung nochmals mit heissem Wasserdampf (170 bis 180 °C) behandelt, wodurch die natürlichen Inhaltsstoffe im Öl trotzdem, im Gegensatz zur Raffination, besser erhalten bleiben. Der Geschmack wird milder, die Farbe heller. Durch das spezielle Verfahren wird das Öl auch haltbarer verdirbt nicht so schnell, d.h es wird weniger schnell ranzig. 5.Der Saftzusatz ist für das VitC zuständig. Babysaft ist erstens schadstoffarm, säurearm und enthält (meist zugesetztes) Vit C.Früher galt die Empfehlung frischen Orangensaft hinzuzufügen. Orangensaft ist in der Regel säurereicher als bspw Apfelsaft, weil aber manche Babys O-saft (Südfrucht) schlechter vertragen, gilt als Empfehlung heutzutage Apfelsaft. Den gibt es mit einem Vit C-Zusatz und säurearm im Sortiment der Babykost. Gewöhnlicher A-Saft hat nicht so üppige Mengen Vitamin C. Der Saft sollte aber möglichst viel Vitamin C enthalten. Mit dem Saft aus dem Sortiment der Babykosthersteller bist du auf der sicheren Seite. Ab dem 8. Lm kannst du auch als Nachtisch, statt Saft, ein bis zwei TL frisch geriebenen Apfel geben. Das hat den gleichen Effekt, denn im frisch geriebenen Apfel hast du garantiert Vit C, und zwar natürliches! Wenn du O-Saft selbst pressen magst, ab dem 8. Lm, ist auch das okay, wenn es dein Baby verträgt. Nimm dafür unbedingt unbehandelte/ungespritzte Orangen. Und noch was: wenn du ganz frisch kochst, ist im Brei auch noch Vit C enthalten. 6.In diesem zarten Alter würde ich noch nichts vom Teller/Familienkost abgeben. Kann dein Kleiner denn schon gut schlucken? Sonst ist die Gefahr des Verschluckens recht groß. Dein Baby ist wirklich noch sehr jung. Frag mal Frau Ubbens, ob sie einen guten Rat für euch hat. Versuche dein Baby aber hinzuhalten und schöpfe auf deinen Teller etwas Brei, den du geben kannst. Bald kannst du es mit weich gegarten Gemüse/Kartoffelstückchen versuchen. Manche Babys finden es super, wenn sie Lebensmittel selbständig kennen lernen können. Vorraussetzung ist immer; dein Baby muss gut mit gröberer Kost klar kommen und die Kost gut schlucken können. Das klappt bei dieser Mtehode meist auch, weil die Kleinen gut im Rahmen ihrer Möglichkeiten agieren. Die Kost muss auf jeden Fall weich sein. Sieh auch hier: http://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=37678&suche=weaning&seite=1 Also dann Viele Grüße B.Neumann


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