Frage im Expertenforum Hebamme an M. Sc. Martina Höfel:

Muttermilch stand zu lange

M. Sc. Martina Höfel

M. Sc. Martina Höfel
Master of Science in Midwifery, Hebamme im DHV - Deutscher HebammenVerband e.V.

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Frage: Muttermilch stand zu lange

Anna89

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Hallo Frau Höfel, ich habe versehentlich Muttermilch verfüttert, die 90 Minuten im Fläschchenwärmer warm stand (37 Grad). Ich war eingenickt und hatte nur den Minutenzeiger beachtet. Dass auch eine Stunde vergangen ist, hatte ich in meinem Aufwachzustand nicht gesehen. Sonst achte ich sehr darauf, dass die Kühlung und Hygiene einwandfrei ist und fühle mich nun entsprechend schlecht. Ist hierdurch eine Magen-Darm-Infektion wahrscheinlich? Abgepumpt hatte ich diese Milch gestern Abend. Eine zweite Frage habe ich auch noch: Da ich hoffe, dass die Trinkschwäche meiner 6 Wochen alten Tochter sich noch bessert, lege ich sie häufig an. Im Krankenhaus hat mir nun eine Krankenschwester gesagt, dass ich mich besser für einen Ernährungsweg entscheiden solle, da das Kind sonst weder aus der Flasche, noch aus der Brust richtig trinken wird. Stimmt das? Stillen allein geht nicht, da sie dabei einschläft und die Zunahme nicht ausreicht. Dabei waren sich Kinderarzt und Nachsorge-Hebamme einig. Vielen Dank, dass Sie da sind und viele Grüße, Anna.


Martina Höfel

Martina Höfel

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Liebe Anna, was die Krankenschwester wahrscheinlich sagen wollte: Manchmal gibt es Kinder, welche zu früh mit unterschiedlichen Füttermethoden und dazu noch unterschiedlichen Schnullern in Berührung kommen und daraufhin eine Saugverwirrung entwickeln. 1. ist das bei Ihrem Kind nicht zu sehen (es würde sonst sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Probleme haben) und 2. jetzt auch nicht mehr zu erwarten. Die Verfütterung der Milch wird sehr wahrscheinlich keine Konsequenzen haben. Liebe Grüße Martina Höfel


Andrea6

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Keine Sorge, da wird nichts passieren. Zur Ansicht der Kinderschwester: diese ist nicht nachvollziehbar. Einer Trinkschwäche wird nicht mit dem Verzicht aufs Stillen begegnet, sondern mit Training durch Anlegen plus ggf. Nachfüttern mit abgepumpter Milch. Es gibt noch etliche andere Maßnahmen, das sprengt hier den Rahmen. Wende dich an deine Hebamme oder eine Stillberaterin.


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