Guten Tag Frau Bodman Ich bin 33 Jahre und aktuell in der 40. SSW. Grundsätzlich habe ich eine gute Wundheilung, lediglich, wenn die Wunde sich entzündet kann es sein (muss aber nicht), dass ich Keloide entwickle (Habe Keloide an Schultern, Ohrläppchen und Kniekehle). Meine Frauenärztin und später auch meine Hebammen meinten, dass Keloide bei Geburtsverletzungen (Dammriss oder Dammschnitt) kein Problem sein sollten. Somit war ich eigentlich beruhigt. Nun hat aber einer meiner Hebammen bei der letzten Kontrolle erwähnt, dass ich mir in der Apotheke eventuell ein Kollagenpräparat holen und einnehmen soll als Prophylaxe. Sie kam auf die Idee, weil sie in einem Kurs von der Kursleiterin gehört hat, dass sie ihren Gebärenden immer Kollagen zur Prophylaxe geben würde, damit allfällige Kaiserschnittnarben schöner verheilen. Nun bin ich verunsichert, da ich keine Keloide im Dammbereich haben möchte. Haben Sie diesbezüglich Erfahrungen, ob und wie sich das Risiko für Narbenkeloide im Dammbereich vorgeburtlich senken lässt? Oder reicht es, wenn die Wundpflege sehr sorgfältig durchgeführt wird? Bzw. besteht überhaupt ein relevantes Risiko für Keloide, wenn man die Tendenz dazu hat? Ihre Kollegen aus dem Hautforum meinten, dass Kollagenpräparate keine evidenzbasierte Prävention bieten.   Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!