Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

grüner Stuhlgangseit 5 Wochen, Rotavirenimpfung von Ärztin deswegen verschoben

Frage: grüner Stuhlgangseit 5 Wochen, Rotavirenimpfung von Ärztin deswegen verschoben

SophiaS

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Sehr geehrter Herr Professor Radke,  unser Sohn ist zehn Wochen alt und er wird voll gestillt. Seit fünf Wochen hat er durchgehend grünen, schaumigen Stuhl (außer bei Premilch, davon erhält er pro Woche ein Fläschchen, wenn ich beim Rückbildungskurs bin und er Hunger haben sollte).  Wir waren mit dem Thema schon bei seiner Kinderärztin. Sie hat uns zunächst Belly-Biom-Tropfen verschrieben. Trotz regelmäßiger Einnahme gab es keine Änderung.  Vor zwei Wochen hat sie uns E-Colo-Bakterien-Tropfen, Bigaia-Tropfen und Omni Botic Panda Tropfen verschrieben, die wir ihm auch regelmäßig geben.  Es gibt aber keine Änderung der Farbe des Stuhlgangs. Beim Stillen achte ich drauf, dass er eine Brust vollständig entleert, bevor ich ihm die andere anbiete. Unsere Hebamme hatte keine weiteren Idee. Zur achten Lebenswoche hätte er die Impfung gegen Rotaviren bekommen sollen. Als ich aber der Ärztin gesagt habe, dass sein Stuhl noch grün und schaumig ist, meinte sie, wir sollten es verschieben. Wenn die Stuhlfarbe sich nicht ändert, rät sie uns dazu, komplett auf diese Impfung zu verzichten.  Dies beunruhigt mich aber sehr, weil ich ihn schon sehr gerne vollständig geimpft hätte. Was kann ich noch tun, damit der Stuhl wieder gelb wird? Ist es für seine Ernährung schädlich, wenn der Stuhlgang immer grün ist? Sollte mehr mit Premilch zugefüttert werden? Seine wöchentliche Gewichtszunahme ist im durchschnittlichen Bereich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung 


Prof. Dr. med. Michael Radke

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Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten: Sie müssen und sollten auch nichts gegen grünen Stuhl tun, weil es sich um einen völlig normalen Vorgang handelt. Die grüne Stuhlfarbe entsteht durch oxidierte Gallensäuren im Darm. Gallensäuren werden in der Leber produziert und gelangen in den Darm. Sie helfen bei der Fettverdauung. Im Darm wird aus dem gelben Stuhl durch Bilirubin im Laufe der Darmpassage dann grüner Stuhl durch Oxidation von Bilirubin zu Biliverdin. Bei Säuglingsmilchnahrungen, z.B. Premilch tritt dieses Phänomen viel seltener auf, da die Stühle mit diesen Nahrungen kaum flüssig, eher fest sind. Die Darmpassage dauert bei Flaschenkindern länger als bei gestillten Babys, die meist dünnen oder sogar flüssigen Stuhlgang haben. Die Oxidation mit der Folge der Entstehung der grünen Farbe wird hierdurch begünstigt. Ihr Kind ist gesund. Es sollte nichts gegen grüner Stuhl erhalten und kann ohne Problem sofort geimpft werden.


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