Mitglied inaktiv
Wir haben eine 3 jährige Tochter. Sie war schon immer ein sehr kontaktfreudiges Kind, hat nie stark gefremdelt, geht gerne zu Omi und Opa oder zu Spielkameradinnen, die sie gut kennt und mag. Auch in die Spielgruppe geht sie von Beginn an ohne Probleme, hat mich jeweils weggeschickt, sie wolle alleine bleiben. Was mich nun wundert. Bei gewissen Leuten ist sie ein sehr munteres geschwatziges Kind, plaudert einfach drauflos, auch wenn sie diese Person nicht kennt. Auch bei uns zu Hause fühlt sie sich beim Spielen mit Kindern wohl. Ist sie jedoch in einer grösseren Gruppe oder unter Kindern, die etwas stümisch sind, habe ich manchmal das Gefühl, sie zieht sich in sich zurück, fürchtet sich fast vor diesen Kindern. Ich schätze sie als ein selbstbewusstes Mädchen ein, das ganz gut nein sagen kann, dann wieder jedoch manchmal wieder sehr schüchtern sein kann. Wo liegt der Unterschied zwischen Selbstbewusst und Defensiv veranlagt? Ist ein defensives Kind auch selbstbewusst? Unterschied?
Hallo, Offensivität und Defensivität gehen im Normalfall Hand in Hand mit einem gewissen Selbstbewußtsein und einer gewollten Zurückhaltung. Das gilt also für die gesunde psychische Entwicklung mit einem "ausgewogenen Selbst". Aber so lienientreu geht die Entwicklung nicht immer, und es gibt auch im Kind selbst den einen oder anderen Widerspruch. Ihre Tochter scheint von Natur aus eher offensiv zu sein uhnd hat dadurch manchen Vorteil. Allerdings schätzt die Gesellschaft bei Mädchen Offensivität nicht unbedingt, bei Jungen umso mehr. Genau umgekehrt ist dann bei defensiven Jungen. Hingegen werden defensive Mädchen gut akzeptiert. Diese Erfahrung machen die Kinder selbst auch. Und so kann ein offensives Mädchen in der einen oder anderen Situation probleme belommen. Ob das bei Ihrer Tochter so ist, läßt sich von hier aus schlecht sagen. Vielleicht mag sie ja auch nur keine großen Menschengruppen wegen deren dynamischer Vielfalt. Viele Grüße
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