Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unsere Tochter wird nächsten Monat 1 Jahr alt und hat anscheinend seit kurzem ihren Willen entdeckt. Nun würde ich gerne von Ihnen hören, wie wir damit am besten umgehen sollen. Das wir nicht nachgeben, wenn sie nach "gefährlichen" Dingen verlangt, ist klar. Das Ablenkung das Zauberwort ist, wenn es zuviel wird, auch, aber was ist das richtige Maß? Erfülle ich ihr jeden Wunsch, der machbar ist, d.h. sie zeigt auf etwas und wir ermöglichen ihr, es anzufassen/auszuprobieren? Ich möchte sie auf keinen Fall "ausbremsen", andererseits natürlich auch nicht verziehen. Übrigens quittiert sie Nichterfüllen ihrer Wünsche mit Geschrei, wenn sie nicht rechtzeitig abgelenkt wurde, und auf der Wickelkommode ist der Widerstand ausgebrochen... Vielleicht haben Sie ja ein paar Tips! Vielen Dank und viele Grüße, Simone
Stichwort: erster Wille Liebe Simone, dieses frühe Willensprogramm steht immer noch ein wenig unter dem Zeichen der unbedingten Bedürfnisse. D.h. Erziehungsversuche schlagen noch fehl. Das merken Sie schon allein daran, daß das Wörtchen "nein" nur wie ein Aufforderung zur Wiederholung verstanden und letztlich als Spiel aufgefaßt wird. Insofern verziehen Sie Ihre Tochter noch nicht, wenn Sie ihr einstweilen beinahe "jeden Wunsch" erfüllen. Das geht natürlich nicht ohne Abstriche, und die unvermeidlichen Ablehnungen und Verneinungen reichen aus, um das Widerstandskonzept zur Selbstfindung zu unterhalten. Sie reichen dem Kind auch aus, zu verstehen, daß nicht alles gleich zu bekommen ist, nach dem es begehrt. Nur der Protest muß dann akzeptiert werden. Schließlich geht es um einen wichtigen Entwicklungsvorgang. Allerdings ist jetzt durchaus schon der Zeitpunkt, seinem Kind klar zu machen, daß einen Willen zu haben bedeutet, erleben zu müssen, daß andere auch ihren Willen haben. Und das Spiel mit dem "Nein" sollte als früheste Form eines lenkenden Eingreifens mit vollem Verständnis mitgespielt und dabei zu einem ersten Erziehungsinstrument aufgebaut werden. Viele Grüße
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