Miriam78
Guten Tag,mein Mann hat leider sehr oft heftige Wutanfälle.Er schreit dabei extrem laut,beschimpft mich übelst.Er sagt oft, ich solle verschwinden u. nie wieder kommen.Sagt sogar zu Tochter (bald 4 J) "du kannst mit ausziehen u.dir anderen Papa suchen"od."du brauchst ja dann keinen Papa mehr".Mir stockt da immer der Atem.Tochter ist bei diesen Wutanfällen meist anwesend.Sie fragt mich nachher immer, warum Papa so mit Mama schimpft, wann er endlich aufhört, warum er ständig so zornig ist. Was soll ich ihr da antworten?bin da hilflos, wie ich das erklären soll. Können Sie mir konkret sagen, was ich ihr da antworten könnte? Vater lehnt strikt jegliche Hilfe von außen ab u. Tochter steckt offensichtlich in erschwerter LL. Danke und viele Grüsse
Hallo, Sie müssen sich unbedingt externe Hilfe holen. Gibt es bei Ihnen so etwas wie "Frauen helfen Frauen"? Wenn nicht, dann gibt es sicher andere Beratungsstellen, die Sie zunächst einmal unter dem Siegel der Verschwiegenheit aufsuchen können. Erst wenn Sie sich auf diese Weise abgesichert haben, sollten Sie mit Ihrem Mann darüber reden. Dabei müssen Sie zwei Dinge zum Ausdruck bringen: Erstens darf er nicht mehr so ausfallend in Gegenwart seiner Tochter werden. Zweitens sind Sie nicht gewillt, sich so demütigend und herabwürdigend behandeln zu lassen. Er stört mit seinem Verhalten den häuslichen und familiären Frieden, und er gefährdet das Kindeswohl seiner Tochter. Wenn es auch schon körperliche Übergriffe gegeben hat, dann sind Sie sogar verpflichtet, sich an den Kinderschutz oder andere geeignete Stellen zu wenden (lokale Adressen z.B. über das Jugendamt) und ihre Klagen zu schildern. So weiter laufen lassen dürfen Sie diese Ereignisse auf keinen Fall. Wenn Sie stark genug sind, können sie natürlich auch versuchen, als Ehefrau die Spannungen und Probleme Ihres Mannes zu ergründen und ihm vielleicht zu helfen. Aber das setzt voraus, dass er einsichtig ist und bereit, Vernunft walten zu lassen. Ihrer Tochter erklären Sie am besten, dass der Papa z.B. große Schwierigkeiten bei der Arbeit hat und deswegen immer so aufgeregt und unwirsch ist. Sagen Sie ihr, dass er es eigentlich gar nicht so meint, und dass es ihm hinterher immer leid tut, was er gesagt hat. Viele Grüße
PS. gibt eine Möglichkeit, dass Sie mit Ihrer/m KiÄ/KiA über das häusliche Problem sprechen? Die oder der sollte Ihnen auch helfen können oder zumindest weiter vermitteln.
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