suwe
lieber dr. posth! sohn,13 monate, forumsgemäß erzogen,schläft nach dem ersten aufwachen im elterbett weiter. seit einer woche passiert es, dass er mitten in der nacht oder auch schon eine stunde nach dem zu bett gehen (ganz verschieden) aufwacht und weint, sich nicht beruhigen lässt. ablenken hilft nichts. er ist richtig wütend. schlägt das fläschchen weg, drückt sich von mir weg. manchmal wacht er auch auf und lässt sich durch kuscheln oder wasserflasche sofort beruhigen. aber 1-2x/Nacht hat er diese "Wutanfälle". nach ca. 20-25 min ist es vorbei, er nimmt das fläschchen an und er schläft weiter. was könnte das sein? ich trage ihn dann umher und rede beruhigend mit ihm, versuche ihn abzulenken. tagsüber ist er ganz normal. hat aber auch tagsüber ab und zu kleine wutausbrüche, wenn er etwas nicht bekommt. er darf sehr viel, aber ab und zu gibt es natürlich grenzen. er hat erst 2 zähne. aber ich habe nicht das gefühl dass er schmerzen hat. eher wut. herzlichen dank
Hallo, so, wie Sie das Verhalten Ihres Sohnes beim Wachwerden beschreiben, spricht viel dafür, dass es sich um einen Nachtschreck bzw. Pavor nocturnuns handelt. In der Regel tritt der Pavor noch vor Mitternacht auf. Die Kinder werden nicht richtig wach, sondern befinden sich in einer Art Zwischenstadium zwischen Schlaf und Bewusstsein. Ihre Motorik springt aber an, sie richten sich auf und Wehklagen und können sich wehren, begreifen aber nicht, was um sie herum geschieht. Ihr Grundgefühl besteht aus Angst und Bedrohtsein. Aber sie können nicht erkennen, dass die eigenen Eltern sie trösten wollen. Also wehren sie auch diese ab. Nach einer gewissen Zeit vergeht der Ausnahmezustand und der Schlaf geht weiter. Es hat sich deswegen nicht bewährt, die Kinder wach zu machen oder allzu sehr auf sie einzugehen. Am besten sitzt man nur deneben, spricht leise und beruhigend zu ihnen und wartet den "Anfall" ab. Im gezielten Suchlauf gibt es noch mehr Antworten zu diesem Thema. Der Pavor nocturnus ist ein vorübergehende Schlafstörung. Viele Grüße
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