Mitglied inaktiv
Habe folgendes „Problem“: Wenn ich mit meinem Sohn (12 M) in einem Zimmer bin u. mit ihm spiele, fängt er immer an zu weinen, sobald ich nur aufstehe. Wenn ich dann z.B. auf d. Toilette muss gehe ich schnell u. sage ihm, dass ich eben zur Toilette gehe. Er weint dann sofort, krabbelt hinterher u. wartet weinend vor der Badezimmertür bis ich sie öffne (dauert alles nur 1-2 Min.).Er hört dann erst auf zu weinen, wenn ich ihn auf den Arm nehme. Wenn ich in d. Küche gehen möchte, stehe ich auch auf, u. bleibe stehen, bis er zu mir krabbelt. Ich gehe dann Schritt für Schritt vor o. neben ihm her, bis wir in d. Küche sind. Das ganze wird aber wieder von seinem Weinen begleite, obwohl ich ganz langsam gehe .Er beruhigt sich dann auch erst wieder, wenn ich ihn dann in d. Küche auf dem Arm nehme. Ich will ihn aber jetzt, wo er schon „älter“ ist auch nicht immer von A nach B tragen. Haben sie eine Lösung, wie ich das Weinen am Besten umgehen kann, bzw. wie ich mich allgemein am Besten verhalten?
Stichwort: Anhänglichkeit Hallo, was Ihr Sohn derzeit an Verhalten zeigt, entspricht voll und ganz der Anhänglichkeit am Beginn der Loslösungsphase (s. Langtext, Teil 2/3 und gezielter Suchlauf). Sobald das Kind die absolute Sicherheit hat, dass das Herausgehen der Mutter nichts mit Verlassen zu tun hat, lässt die Anhänglichkeit nach. Sehr anhängliche Kinder haben auch stark gefremdelt oder sind in ihrer Bindung zur Mutter (als primäre Bezugsperson) nicht 100% sicher. Die Mutter hat jetzt die Chance, noch einmal Bindungspotenzial nachzuliefern. Anhänglichketi ist etwas lästig und erscheint dem Erwachsenen (mit seinem Verständnis von den Vorgängen und Dingen in der Welt) übertrieben. Das Kind aber bekommt ohne die Mutter Angst und folgt ihr also auf dem Schritt. Dass ein Kind dabei weint, zeigt nur, wie ängstlich es ist. Verschlossene Türen erhöhen das Angstpotenzial. Aber jeder muss selbst entscheiden, wie er mit diesem Moment umgeht. Man kann ja auch durch die Tür sprechen. Viele Grüße
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