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Hallo Dr. Posth, meine Tochter,11 Monate alt,scheint manchmal nicht zu wissen zu wem sie will.Wenn ich sie z.Bsp. auf dem Arm habe und der Papa (oder Oma) neben mir steht,will sie zu Papa,im nächsten Augenblick aber wieder zu mir,und dann gleich wieder zu Papa.Andererseits ist sie dann aber auch wieder sehr anhänglich (erst seit ein paar Wochen) wenn ich aus dem Haus gehen will und sie bei Papa/Oma bleiben soll.Sie schüttelt dann den Kopf und nur mit etwas Ablenkung kann ich sie "übergeben".Sie weint aber dann nicht wenn ich gehe und winkt mir hinterher.Wenn ich wiederkomme möchte sie zu mir auf den Arm und brabbelt mit mir.Freut sich nicht übermäßig ist aber auch nicht ablehnend.Denken Sie bei uns ist mit der Bindung alles ok und könnte die Anhänglichkeit schon auf die beg. Loslösung hindeuten? Ich bin ihre Hauptbezugsperson, Papa beschäftigt sich viel mit ihr genauso wie Oma.Beide sind für sie in meinen Augen gleichwertige Bezugspersonen. Vielen Dank schon im voraus. Jasmin
Liebe Jasmin, Ihre Tochter befindet sich altersgemäß am Anfang der Loslösung und hat offenbar zwei Loslösungsvorbilder dafür zur Verfügung, ihren Vater und die Großmutter. Die Anfangsphase der Loslösung ist gekennzeichnet von großer Ambivalenz, d.h das Kind weiß manchmal nicht, was es nun lieber möchte, noch bei der primären Bezugsperson auf dem Arm sein oder schon bei der neuen Bezugsperson, dem Loslösungvorbild. V.a. wenn diese Personen nun alle noch nah beieinanderstehen, "titschen" die Kinder auf den jeweiligen Armen hin und her. Aber das ist alles Normalität und gehört zu den natürlichen Schwierigkeiten im Bindungsgeschehen. Wenn Sie die Kinder dann fragen, auf wessen Arm sie wollen oder ihnen sagen, bei wem sie bleiben sollen, verneinen sie einfach alles, weil Widerstand jetzt zu den wichtigen Empfindungen gehört. Also man fragt besser nicht groß, sondern sagt, wie es jetzt für das Kind gut ist. Diese Bestimmung muss natürlich im Interesse des Kindes liegen. Viele Grüße
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