Helena82
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, Vor der Wiederannäherungskrise (12-17LM) hatte meine Tochter gerne Kontakt mit Kindern. Sie ist impulsiv und schreite zwar sofort wenn ihr ein Kind was weggenommen hatte bzw. haute auch mal zu! Unsereseits forumsgerecht reagiert. Aber generell auch Kinder zu sich gerufen Komm etc. Nun 22Mon alt, keine Fremdbetreeung, mag nur mit mir spielen oder anderen Erwachsenen (Oma,Onkel nahe Bekannte und Verwandte) bzw. älteren ihr zugewandten Kindern, vorallem Mädchen! Bei gleichaltrigen Kindern ist sie oft überfordert, kann sich nicht richtig integrieren bzw. nach gut einer Stunde wird sie lockerer. Zu ihrer "Spielfreundin" die wir seit Geburt an kennen (Freundin ist 2 Mon. älter) möchte sie plötzlich auch nicht mehr so gerne oder ist schnell gefrustet, schreit schnell oder haut und schubst wenn ihr Spielzeug aus der Hand gerissen wird. Obwohl anderes Kind Kontakt aufnehmen will flüchtet sie sogar zu mir! Was können sie zu solcher Entwicklung sagen? Vielen Dank,
Hallo, zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich sehr viele Kleinkinder noch schwer tun im Umgang miteinander. Das eigentliche soziale Entwicklungsalter fängt ja gerade erst an. Etwas ängstliche Kinder oder solche, die bei Ihren ersten Kontakten nicht die besten Erfahrungen gemacht haben, entwickeln regelrechte Scheu vor anderen Kindern. Kleinkinder sind nicht gleich Freunde. Sie sind immer auch Konkurrenten und in der Auseinandersetzung um Spielzeug oft sogar Gegner. Es ist die Aufgabe von Erzieherinnen und Eltern, solche Situationen zu erkennen und richtig einzuschätzen. Durch geschicktes Verhalten mit Ausgleich der "gegnerischen" Interessen (z.B. Tausch statt Teilen, s. gezielter Suchlauf) lassen sich Konflikte gut lösen. Die Kinder sind in diesem Alter auf die Unterstützung der Erwachsnen noch angewiesen. Mit der Zeit lernen sie dann geeignete Lösungstrategien in der sozialen Auseinandersetzung mit den Anderen. Viele Grüße
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