Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten unseres Sohnes

Frage: Verhalten unseres Sohnes

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, wir haben zur Zeit Probleme mit unserem 18 Monate alten Sohn. Zu unserer Situation: Unser Sohn besucht seit 15.6.2010 eine Kita. Am 15.10. haben wir unseren zweiten Sohn bekommen. Seit längerer Zeit hat unserer erster Sohn die Angewohnt ständig mit Bauklötzen oder anderen Dingen zu werfen und anstatt diese uns zu geben, diese ebenfalls zu werfen. Beim Wickeln hat er die Angewohnheit ständig zu zappeln und auch nach uns zu treten und wie gesagt, seit neustem hat er die Angewohnheit nach uns zu schlagen, insbesondere dann, wenn man ihn hochnimmt, schlägt er in unser Gesicht. Sprechen kann er noch nicht und wenn wir ihm sagen nicht hauen dann lacht er. Wenn wir ihn runterlassen reagiert er mit schreien. Auch wenn wir ihm etwas wegnehmen dann wirft er sich auf den Boden und schreit. Ist dieses Verhalten normal und handelt es sich hierbei lediglich um eine Phase. Wir wissen auch nicht, wie wir reagieren sollen. Ignorieren oder schimpfen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihr Sohn hat genau genommen drei Gründe so zu reagieren, wie Sie an ihm feststellen. 1. das Entwicklungsalter, das dafür sorgt, dass erste triebgesteurte Aggressivität sich im Kind zu erkennen gibt, 2. die Herausforderung in der frühen Fremdbetreuung und 3. die Konfrontation mit einem Geschwisterchen, vermutlich ohne in der Loslösung (s. gezielter Suchlauf) schon richtig vorangekommen zu sein. Der Widerstand beim Wickeln gehört zu den Vorläufern des Trotzes, der ja noch kommt, und der dazu dient, das entwickelte Selbst (als Vorstellung von seiner eigenständigen Person) gegen Eingriffe durch Andere durchzusetzen. Gehen die Bezugspersonen, wer jetzt auch immer, darauf nicht ein, kommt Aggression ins Spiel. In dieser Phase ist es also eine Frage der Geschicklichkeit und der Langmut der Eltern, das Kind zu wickeln, zu füttern oder ihm die Zähne zu putzen, ohne mit Gegenaggression zu reagieren. Denn die bewirkt nur das Gegenteil des Gewollten. In meinem gezielten Suchlauf gibt es zu alle Ihren Fragen genaue Stichworte, die jeweils zahlreiche Antworten vereinigen. Viele Grüße


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