Mitglied inaktiv
Guten Tag, wir bekommen bald unser 2. Kind. Bei unserer Tochter (23 Mon.) war der Vater sehr aktiv und präsent. Beim 2. wird der Vater nach Ihren Angaben für das 1. noch wichtiger, da die Mutter sich bes. um's 2. kümmert. Mir ist jetzt bei mehreren Familien (auch mit sehr präsenten Vätern) im Freundeskreis aufgefallen, dass die 2. Kinder sehr Mama-fixiert sind und die Mütter dadurch kaum mal wegkonnten (selbst mit 6-12 Mon.). Bei den 1. Kindern ging es jedoch schon. Auch für die Väter ist es natürlich schade, für das Kind so deutlich nur 2. Wahl zu sein. Ist das nun Zufall oder quasi zwangsläufig so? Muß man beim 2. besonders darauf achten, dass der Vater auch eine gute Bindung zum Kind aufbaut? Vielen Dank! Hadassa
Stichwort: Väter Hallo, mit 6 bis 12 Monaten befinden sich die Kinder als Säuglinge ja noch in der Bindungsphase. Die Aufteilung Vater für das 1.(ältere) Kind mit Loslösung und Mutter für das 2. (jüngere) mit Bindung ist also naturgegeben. Der Vater sollte sich natürlich auch immer wieder um das 2. Kind kümmern, denn auch für dieses wird er wieder Loslösungsvorbild. Dann ist das 1. Kind wiederum schon viel selbstständiger und kann auch hier und da schon ohne den Vater auskommen. Es ist unumstritten, dass auf den Vater in dieser Bindungskonstruktion eine ganze Menge "Arbeit" zukommt, aber schließlich ist er ja Erzeuger seiner Kinder und genauso wie die Mutter lebenslanger Bindungspartner. Viele Grüße
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