schietbüddel
Guten Tag Herr Dr. Posth, unsere Tochter (4,5 Jahre) hat sich dank Ihrer Ratschläge und Bücher prächtig entwickelt. Leider entdecke ich in letzter Zeit einen Wesenszug, der mich nur allzu gut an meine Kindheit erinnert. Und zwar bricht sie bei nicht erfüllten (stillen) Erwartungen in Tränen aus. Ich wünschte mir, dass sie mir dann sagt was verkehrt ist, kann andererseits aber auch dieses überwältigende Enttäuschungsgefühl verstehen. Es geht da wirklich um Kleinigkeiten, z.B. ich ziehe ihr eine Jacke an und sie wollte eine andere. Sie hat das aber vorher nicht gesagt und ist in dem Moment nicht in der Lage das "normal" zu äußern, sondern heult todunglücklich los. Wie kann ich ihr da helfen? Ich sage ihr immer, dass ich das nicht wusste oder ich das vergessen habe, und sie mir das sagen soll. Das nimmt in den letzten Wochen zu, vorher hatte sie solche Ausbrüche nicht. Vielen Dank und freundliche Grüße I.
Hallo, mit den Erwartungen und Vorstellungen im Kopf ist es bis zu einem Alter zwischen 4 und 5 Jahren so, dass immer nur das gedacht werden kann, was im eigene Kopf vor sich geht. Die Vorstellung, dass im Kopf des anderen auch etwas anderes gedacht wird, muss erst erfahren und gelernt werden. Das ergibt die Forschung der "theory of mind". Onsofern sind Enttäuschungen beim Kind vorprogrammiert und Konflikt nicht zu vermeiden. Aber Sie haben recht, nicht jedes Kind ist auch gleich so betroffen davon, wenn man etwas Falsches anbeitet oder durchführt. Das ist erstens eine Frage des Charakters und zweitens ein des bereits erworbenen Selbstbewusstseins. Sie können Ihre Tochter erst einmal immer nur beruhigen und ihr in ganz einfachen Worten erklären, warum sie das falsch gemacht haben. Dann korrigieren Sie das und der Friede muss wiederhergestellt sein. Das Selbstbewusstsein bleibt nur dann gemindert, wenn Eltern in solchen Fällen autoritär dasjenige durchsetzen, das sie angefangen haben. Das Kind muss also erleben, bei Dingen, die sie selbst betreffen, auch ein Mitspracherecht zu haben. Mit dem jetzt anstehenden Schritt in der geistigen Entwicklung bei Ihrer Tochter wird sich das Phänomen ein bisschen bessern. Aber hohe Sensibilität prädestiniert natürlich für Gefühlsausbrüche. Viele Grüße
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