Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennung wann?

Frage: Trennung wann?

Benno3

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Leider ist unsere Ehe nur noch unserer Tochter (3,10 J.)zuliebe aufrechterhalten und da ich als Alleinerziehende von meiner Familie (130 km entfernt) keine Unterstützung gehabt hätte. Ihren Ausführungen entnehme ich, dass eine Trennung d. Eltern umso unschädlicher sei, je älter d. Kind sei. Warum?In den letzten 2 J. ging es mir sehr schlecht bis zu Selbstmordgedanken, nun aber sachliches streitfreies nebeneinander-her-leben. Als Papa sehr liebevoll und engagiert. Nun aber plötzlich wird Papa von To. abgelehnt, darf nicht von KiGa abholen, nicht zum Schlafen bringen usw.. To und ich schlafen im Ehebett, Papa schläft getrennt von uns. Als Ehepaar im Ehebett schlafen ist für immer unmöglich für mich. Nun hätte ich einen job in dem ich über Nacht weg wäre, aber Papa wird nicht zu Einschlafen akzeptiert. KiGa im Sept.harte Ablösung praktiziert. Seit Geburt war ich nur Hausfrau und Mutter. Danke für Antwort!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das alles klingt sehr bedauerlich und scheint zunächst keine vernüftige Lösung zuzulassen. Ohne eine Form der "frühen Hilfen" kommen Sie wahrscheinlich auf Dauer nicht zurecht. Die erhalten Sie über das Jugendamt, das seit einiger Zeit umrüstet auf eine "Kinderhilfsstelle". Es gibt verschiedene Angebote, von häuslicher Hilfe über Erziehungsberatung bis zu finanzieller Unterstützung. Ihre Tochter hat zwei Belastungen zugleich. Einmal den teilweisen Verlust des Vaters, der in der Familie separiert ist und zum anderen die harte Ablösung im Ki-ga, die sie trennungsängstlich macht. Dadurch flieht sie emotional wieder zur primären Bindungsperson zurück, die als Mutter Sie selbst sind. Sie nehmen sie auch bereitwillig (Schlafen im gemeinsamen Bett und Vater im anderen Zimmer), was einerseits richtig ist, andererseits aber Rückbindungsgefahr verursacht (Rückbindung s. gezielter Suchlauf). Die Gefahr der Rückbindung besteht nun im Ausbremsen der Selbstständigkeitsentwicklung, was bei der familiären Konstellation mit der Ausgrenzung des Vaters schließlich zur erschwerten Loslösung führt (ebenfalls gezielter Suchlauf). Das ganze ist also sehr vertrackt, kommt aber immer häufiger vor. Ich könnte mir vorstellen, dass es Ihnen sehr viel helfen könnte, wenn Sie sich an eine Beratungsstelle für Erziehungfragen wenden und dort Ihre Problematik noch einmal schildern. Von hier aus kann ich ihnen leider nicht viel anbieten. Viele Grüße


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