Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennung vom Vater

Frage: Trennung vom Vater

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, mein Sohn ist knapp 17 Monate alt und sein Vater und ich haben uns vor 3 Wochen zur Trennung entschieden. Derzeit wohnen wir noch unter einem Dach, in 2 Wochen ziehe ich aber mit meinem SOhn um. Inwieweit ist es wichtig, dass wir unserem Sohn die Trennung erklären bzw. wie sollte dies idealerweise ablaufen? Wäre es schlimm, wenn einer von uns dabei weint? (Habe Angst, dass ich mich nicht zusammenreißen kann.) Der Papa und ich kommen aber ganz gut miteinander aus, d. h., es gibt derzeit keinen Streit o. ä. Wäre für ein paar Tipps dankbar. Ich spreche natürlich auch jetzt bereits häufiger über die Trennung mit Freunden, oft im Beisein unseres Sohnes. Schadet ihm das? Wieviel versteht er davon? Danke im voraus für Ihre Hilfe! Grüße Liese


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Liese, Kleinkinder verstehen sicher viel mehr als wir denken, aber einen derart abstrakten Vorgang wie eine Trennung der Beziehung kann kein Kind dieses Alters verstehen. Schon gar nicht Gründe und Ursachen für einen solchen Schritt. Ein Kind hat auch nie ein Interesse, daß sich seine Eltern trennen, selbst wenn die Partnerschaft noch so schlecht funktioniert. Insofern können Sie nur dafür sorgen, daß alles friedlich abläuft und daß die Bindung zu der elterlichen Person, die das Kind weiter großzieht, nicht erschüttert wird. Das vorläufige oder endgültige Verschwinden des einen Elternteils kann man erst einmal nur mit banalen Erklärungen begründen und dabei nicht ausschließen, daß die Person wiederkommt (was ja nicht ausgeschlossen ist). Im Laufe der Zeit kommt der Gewöhnungsfaktor dazu, der eine gewisse Normalität der Einelternschaft vortäuscht. Jetzt kann man schrittweise, wenn es tatsächlich so ist, die Endgültigkeit dem Kind vermitteln. Begründet werden muß aber das Besuchsrecht des sich trennenden Elternteils, was eine ganz neue Perspektive hereinbringt. Für all das eignen sich professionelle Hilfen, die es meist in Beratungstellen für Erziehungsfragen kostenlos gibt. Erkundigen Sie sich danach in Ihrer Gemeinde oder Stadt. Viele grüße


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