Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennung auf Zeit

Frage: Trennung auf Zeit

Sarina78

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Guten TAg,mein Mann übt schon länger psych.Gewalt gegen mich aus,er beschimpft mich,schreit stundenlang,demütigt mich,zieht mich an Haaren,hat sogar schon mit Fuß getreten.Unsere Tochter (4 geworden)bekommt das alles mit.Da diese "Anfälle"meist abends sind,schreit er auch im Kinderzimmer weiter u.tobt,hindert Tochter am schlafen,ich habe mich nun schon öfters mit ihr ins Kinderzimmer gesperrt,dann schläft er an Tür,droht diese einzuschlagen,er sagt oft wir sollen verschwinden,Tochter soll sich neuen Papa suchen.Da normale Aussprache nicht möglich u. er prof.Hilfe ablehnt,bleibt mir nur Trennung auf Zeit,vielleicht bringt diese ihn zur Besinnung.Mache mir Entscheidung nicht leicht,da ich in Ihrem Forum,Büchern immer wieder lese wie schmerzhaft Trennung für ein Kind ist,deswegen habe ich bisher auch so lange gewartet.Wie kann ich Tochter diese Trennung auf Zeit am besten erklären?Ich müsste mir ihr ausziehen.Danke u. viele Grüsse


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn Ihr Man wirklich psychische und körperliche Gewalt gegen Sie ausübt, müssen Sie unbedingt handeln. Die Sorge um Ihre Tochter, die dabei die Präsenz Ihres Vaters verliert, ist nicht berechtigt, ja sogar falsche Rücksichtnahme. Wenn ein Vater so bedrohlich erscheint, wie Sie ihn schildern, und die Regeln eines gesitteten und friedlíchen Miteinanders mit Füßen tritt, dann ängstigt sich das Kind immer mehr vor ihm und benötigt erst einmal Schutz. Also das höher stehende Prinzip des körperlichen und seelischen Schutzes vor der Liebe des Kindes zu seinen Eltern muss beachtet werden. Insofern müssen Sie sich dringend an eine der in jeder Kommune angebotenen Stellen zum Schutz von Mutter und Kind vor einem gewalttätigen Ehemann und Vater wenden. Wie Ihr Mann, abgesehen von seinen wütenden Äußerungen gegen Sie und Ihre gemeinsame Tochter, dann tatsächlich reagiert und ob er einsichtig wird, können Sie nur abwarten. Auf jeden Fall müssen Sie sich selbst und Ihre Tochter erst einmal schützen. Die Trennung Ihrer Tochter erklären können Sie nur mit der Gefahr, die von ihm ausgeht, wenn er wütend wird. Weder Sie noch Ihre Tochter müssen sich von ihm demütigen, beschimpfen oder angreifen lassen. Sagen Sie Ihrer Tochter aber, es gäbe die Möglichkeit, das er zur Besinnung kommt und die Familie in einem solchen Fall weiter existiert. Viele Grüße


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