Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Sprache und Trink-Essverhalten mit 12 Monaten- sorry, lang!

Frage: Sprache und Trink-Essverhalten mit 12 Monaten- sorry, lang!

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Hallo an alle! Ich möchte mich zunächst einmal dafür bedanken, dass ich hier schon so viele gute Tips und nette Ratschläge erhalten habe!!! Unser Kleiner wird in einer Woche 1 Jahr alt und ich mache mir Sorgen, dass er noch kein Wort spricht. Vor ein paar Wochen hat er unaufhörlich mamam oder wawa geprabbelt, doch irgendwann die letzten 1-2 Wochen hat es aufgehört. Er zischt nur total unverständliche. Will immer in der Wohnung herumgetragen werden und deutet auf Dinge. Wir erklären ihm alles, doch hat er noch nie versucht ein Wort zu wiederholen. Er deutet sofort auf etwas anderes und hat das vorherige schon vergessen. Bei der U 6 meinte unser KA man könne wohl noch bis zum Impftermin in 6 Wochen abwarten, wie es sich bis dahin entwickelt. Aber für mich sieht es nicht so aus, als käme da sprachlich etwas. Außerdem will er absolut nicht aus dem Lernbecher/Schnabeltasse trinken. Will nur seine Flasche. Hat hier vielleicht jemand einen Tip, wie ich ihn von seiner Flasche abbringen kann?? Er erkennt auch einen Teller nicht als solchen an, von alleine Essen - Wollen garnkeine Spur. Er benutzt seinen Löffel nur zum Darauf-Herumbeissen und einen Teller dreht er samt Inhalt um und steckt ihn in den Mund. Hat unser Sohn generell vielleicht ein Problem, diese Dinge zu verstehen?? Wie lange ist es normal, bis ein Kind das erste deutlich Wort spricht?? Er hält auch seine Flasche nicht. Mit ca.6 monaten hat er es gekonnt, doch da er immer damit herumgespritzt hat, habe ich sie immer gehalten, jetzt will er es nicht mehr. War das mein Fehler?? Vielen Dank schon im Voraus und viel Grüße an alle. Und bitte entschulidgen Sie die Länge!!!!!!!! Fabi


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Fabischa, wenn Einjährige immer wieder auf die Gegenstände zeigen, so beweist das, daß sie gerade jetzt in der Phase sind, den Gegenstand als solchen zu begreifen, allerdings noch ohne zu erkennen, daß jeder Gegenstand mit einem Wort belegt ist. Das Letztere ist ein recht hoher Abstrahierungsgrad (also eine rein theoretische Vorstellung), der erst langsam einsetzt. Das "Namenswort", also Substantiv, heißt deswegen so, weil es dem Gegenstand einen bestimmten Namen gibt, der normalerweise nie mehr geändert wird. Daß man Personen einen Namen geben kann, begreifen die Kinder in der Regel etwas früher, also Mama und Papa, was sich aus der Verkürzung des Silbenketten fast automatisch ergibt. An diesem Punkt befindet sich Ihr Sohn, allerdings eben noch ohne den Schritt zur Abstrahierung des Gegenstandes im Namen. Daher müssen Sie ihm diese "Namen" ständig vorsprechen. Am besten gehen Sie mit Ihrem Sohn auch immer wieder in der Wohnung dieselben Wege ab, um ihm auch dieselben Wörter vorsprechen zu können. Mehr können sie aber nicht tun, denn die Verbindungen müssen sich im Gehirn Ihres Sohnes allein bilden. Was das Essen anbelangt, bleibt Ihnen nicht anderes übrig, als geduldig immer wieder die notwendigen Schritte mit ihm einzuüben. Aber mit 1 Jahr haben noch viele Säuglinge/Kleinkinder damit Probleme. Viele Grüße


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