Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Sohn sehr auf Papa fixiert

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Frage: Sohn sehr auf Papa fixiert

karinasnow

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Hallo, mein Sohn ist etwas über zwei Jahre alt und seit einigen Monaten sehr auf meinen Mann fixiert. Vor etwa sechs Wochen ist unsere Tochter zur Welt gekommen und ich muss mich natürlich viel um sie kümmern. In der Schwangerschaft ging es mir gesundheitlich nicht gut und auch da war mein Mann die Hauptbezugsperson. Ich weiß, dass Kinder mit etwa zwei Jahren in der Autonomiephase stecken, aber ich mache mir Sorgen, dass ich durch Schwangerschaft und Baby zu wenig Zeit für meinen Großen hatte/habe. Ich versuche so viel wie möglich für ihn da zu sein, aber meist heißt es dann nur "Papa, Papa". Wenn er verunsichert ist oder sich wehgetan hat, darf auch nur mein Mann ihn nehmen. Nach mir haut er. Wenn mein Mann die Kleine auf dem Arm hat, kommt unser Sohn sofort zu ihm und will auch kuscheln. Zu mir kommt er überhaupt nicht mehr. Was kann ich tun?


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, geben Sie Ihrem Sohn Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Er ist sicherlich durch die Geburt der Schwester irritiert und muss mit seiner sogenannten Entthronung als Einziger erst fertigwerden. Er hat eigentlich für einen Zweijährigen eine recht gute Lösung für sich gefunden. Er merkt, dass Sie sich viel um die kleine Schwester kümmern müssen und wendet sich dem Vater zu, um da wieder der Wichtigste zu sein. Dieses Verhalten ist Ihrem Sohn aber nur möglich, weil die Bindung an Sie für ihn sicher genug ist, dass er es wagen kann, sich von Ihnen ein Stück zu lösen und sich dem Vater zuzuwenden. Wenn er da unsicher wäre, würde er viel eher versuchen, die Schwester von Ihnen wegzudrängen und seinen alten Platz wieder einzunehmen. Gehen Sie weiter wie bisher auf Ihren Sohn ein und zeigen Sie ihm Ihr unvermindertes Interesse an ihm. Wenn er sich genügend in die neue Situation eingefunden hat, wird er auch wieder verstärkt Ihre Aufmerksamkeit suchen. Im Übrigen erwächst aus dieser Situation ja keine schlechtere Beziehung zu Ihnen, sondern eine zusätzlich intensivere zum Vater. Das ist für Ihren Sohn eine Bereicherung. Sein aktuelles Verhalten ermöglicht es Ihnen zudem, sich in der neuen Familienkonstellation mehr um das neue Kind zu kümmern. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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