Mitglied inaktiv
sehr geehrter Dr. Posth, unser erstgeb. Zwilling (18 M.) ist nach Besuch oft total verstört. Gestern waren 3 Erwachsene und 1 ruhiges Kind zu Besuch, er hat erst sich alle aus der Ferne angeguckt, dann normal mitgespielt und ist auf die Leute zugegangen. Als sie weg waren hat er dann jämmerlich geweint für 1,5h, es war deutlich, dass ihm die Situation zuviel war, nicht dass er traurig war. Ebenso heult er, wenn sichin der Umgebugn etwas verändert (Möbel verrücken o. umstellen), wenn er unbekannte ÖRtlichkeiten besucht oder andere Leute sieht. Oma musste Laden mit ihm verlassen, da er nur heulte. Wie gewöhnen wir ihn vorsichtig daran, dass es noch mehr Leute außer Eltern, Großeltern usw. gibt? Zu Frage von letzter Woche, Zweitgeborenem wurde nach 7 Tagen erst Körperkontakt zu Eltern ermöglicht, 5 Monate nur geweint, nach 1. Bobathstunde fröhliches Kind, und fing da erst mit Bewegungen an. Gruß, MuckelsMama
Hallo, damit ist ja die Frage nach der Entwicklungsverzögerung des Zweitgeborenen Ihrer Zwillinge so gut wie beantwortet. Es bewesit auch wieder einmal, daß das Säuglingsschreien großen Streß verursacht und die Entwicklung behindert. Gottseidank hat ihr Sohn aber die entstandenen Defizite so gut wie aufgeholt. Die Situation mit Ihrem Erstgeborenen ist etwas schwerer zu verstehen. Das Element des Fremden und der Unsicherheit wird für seine Reaktionen noch eine Rolle spielen, entscheidender aber sind wahrscheinlich die Veränderungen in der vertrauten Umgebung, die ihn zu Anpassungsleistungen zwingen. Das strengt ihn offenbar an, und immer dann, wenn es vorüber ist, kommt dann der "Zusammenbruch". Da es hierzu keine gezielte "Therapie" gibt, muß man einfach den natürlichen Gewöhnungsmechanismus mit einkalkulieren und getrost die weitere Entwicklung abwarten. Viele Grüße
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