Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth! Ihre Ausführungen zum Thema frühkindl. Eßprobl. verwirren mich etwas. Bis meine Tochter(15m)ein Jahr war, habe ich es kaum geschafft sie mit dem Löffel zu füttern.Sie hat sich gegen jeden Versuch gewehrt. Spielchen wurden viele versucht. Nur was sie selbst in die Hand nahm wurde angeknappert.Bis dahin Stillkind, nahm nie die Flasche.Seit dem 13m nahm sie sich den Löffel und aß allein, sie spielt natürlich auch mit dem Essen aber es klappt wirklich toll. Sie ißt aber auch nur, was sie sich selbst vom Teller/Tisch nimmt und nur selten akzeptiert sie es aus meiner oder Papas Hand. Also mit Dressur hatte es nichts gemein. Ich hätte sie gern gefüttert.Sie will auch immer allein aus dem Becher trinken.Hat sie einen außergewöhnlich Hang zur Selbsständigkeit?? Hat es auch mit Loslösung zu tun? Beim Löffeln knickt sie nicht das Handgelenk sondern neigt ihren Kopf dabei wobei es langsam weniger wird. Vielen Dank und Gruß Begeisterte Leserin von Forum und Buch Claudia
Liebe Claudia, viele Mütter wünschen sich, daß sich ihr Kind auch so verhielte. Wenn ein Kleinkind freiwillig selbst den Löffel halten und essen möchte, dann soll man es auch lassen. Das hat in der Tat etwas mit einem hohen Bedürfnis nach selbständigem Handeln zu tun. Und das wiederum gehört in die Entwicklungsphase der Loslösung. Aber längst nicht alle Kinder sind -gerade was das Essen- angeht von ihrer Selbständigkeit gleich so angetan. Da wird zwar beim Wickeln und Anziehen kräftig Widerstand geübt, aber beim Essen verfallen sie wieder in Säuglingshaltung und lassen sich widerstandslos füttern. Wofür ich in diesem Zusammenhang plädiere ist nur, daß man aus dem großen Bedürfnis nach Selbständigkeit Einiger nicht gleich eine Zielmarke für alle machen sollte. Es gibt ja auch Kinder, die sind schon unter 2 jahren selbständig trocken und sauber. Aber das sind eben nur die Allerwenigsten und daher sind sie nicht gleich ein Maßstab für alle. Viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Lesen meines Buches
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