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Lieber Herr Dr. Posth, unsere Tochter ist 10 Monate alt. Wenn sie zu Bett geht möchte sie den Schnuller und schläft dann bald ein. Sie hat unten Mitte zwei kleine Zähnchen. Tagsüber gebe ich ihr den Schnuller nur, wenn sie wirklich sehr ausser sich ist. Nach ca. 30 Min. schaue ich wieder nach ihr und versuche den Schnuller zu entfernen. Manchmal gelingt es mir ohne, dass sie erwacht. Meistens erwacht sie aber und beginnt dann zu weinen und möchte weiter schnullern. Das geht dann die ganze Nacht durch. Jedesmal wenn ich ihr viell. um 02.00 den Schnuller entferne, erwacht sie um 03.00 Uhr wieder und weint. Jetzt zu meiner Frage: soll ich ihr den Schnuller immer wieder geben oder soll ich sie weinen (immer in meiner Anwesenheit) lassen bis sie von alleine in den Schlaf findet? Wenn sie später mal mehr Zähne hat soll das Dauerschnullern nicht gut sein wegen dem Ueberbiss. Dankeschön.
Hallo, über die schwerwiegenden Folgen des Schnullers für die Zahn- und Kieferstellung wird immer wieder geschrieben. Die Meinung stammt meistens von Zahnärzten und Kieferchirurgen, nie von Kinderpsychologen. Ich habe sehr viele Kinder gesehen, die bis zum 4. Lebensjahr ihren Schnuller behalten haben und überhaupt keine Kieferprobleme entwickelten und habe auch KInder gesehen, die nie "geschnullert" haben, und trotzdem eine Kieferfehlstellung hatten. Ich denke, der Veranlagungsfaktor für die Kieferfehlstellung ist weitaus größer und stärker als das alleinige Schnullern. Mir leuchtet schon mehr ein, dass ein ständig im MUnd geführter Daumen einen Überbiss verursacht. Denn der Daumen besitzt Volumen und drückt die Frontzähne nach oben. Wenn Ihre Tochter tief schläft, fällt der Schnuller übrigens von allein aus dem Mund. Sie müssen ihn dann nur wieder zurückgeben, wenn sie stark unruhig wird. Viele Grüße
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