Else2011
Hallo! Seit zwei Wochen wird unsere Tochter (18 Monate) nachts regelmäßig wach und schläft erst nach ein bis zwei Stunden weiter. Sie schläft im eigenen Zimmer, was auch gut funktioniert hat. Sie hat relativ zuverlässig durchgeschlafen von ca. 20.30 Uhr bis 7.00 Uhr. Seit 2 Wochen kommt es nun jede Nacht zu diesen Wachphasen. Es wird immer schlimmer, d.h. sie braucht immer länger zum wieder einschlafen, egal was wir machen. Daneben setzen, Händchen halten, sogar mit ins Elternbett nehmen nützt nichts. Wir haben nichts geändert, Tagesablauf etc. sind gleichgeblieben. Allerdings schläft sie jetzt mittags 1-1,5 Stunden im abgedunkelten Raum. Vorher hat sie bei Tageslicht geschlafen, das klappt aber mittags nicht mehr. Ist sie nachts einfach ausgeschlafen? Soll ich den Mittagsschlaf kürzen? Was kann ich tun? Im Oktober kommt ihr Geschwisterchen. Ich dachte, dass wenn überhaupt dann erst eine "Phase" bei meiner Tochter auftritt. Aber jetzt schon??? Danke für ihre Hilfe.
Hallo, Ihre Tochter dürfte sich im Moment in einer Phase befinden, die in der Entwicklungspsychologie als "Wiederannäherungskrise" bezeichnet wird (s. gezielter Suchlauf). In dieser Zeit, die ein paar Wochen andauert, sind die Kinder wieder Mutter-anhänglich und ängstigen sich auch leichter. Möglicherweise ist das der Grund für das nächtliche Erwachen. ein Durchbruch von Zähnen könnte eine viel banalere Erklärung sein. Gerade im Hinblick auf das bald kommende Geschwisterchen wäre zu überlegen, Ihre Tochter in der nächsten Zeit erst einmal ganz mit ins Schlafzimmer zu nehmen, aber im eigenen Bett. Denn dort wird auch die kleine Schwester oder der kleine Bruder schlafen und Ihre Tochter würde sich im eigene Zimmer ausgeschlossen fühlen. Das nagt am Selbstwertgefühl und erzeugt leicht verstärkt trotzige Anfälle. Viele Grüße
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