Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schlafen nur auf Mamas Arm (15 Wochen)2338 - Antwort

Frage: Schlafen nur auf Mamas Arm (15 Wochen)2338 - Antwort

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Vielen Dank!Mittlerweile hatte ich ihre Texte gefunden.Freue mich,dass Sie mir sympathische Ansätze vertreten.Auch ich denke,dass ihr Bedürfnis nach Nähe vor allem Ausdruck von ausgeprägter Angst ist.Gerade deshalb mache ich mir ja jetzt schon Gedanken wegen „morgen“,denn gerade ängstlichen Menschen sollte man doch ein gesundes Maß an Selbstregulation beibringen.Und auch,wenn ich sie natürlich dadurch nicht verwöhne, so GEwöhne ich sie doch –zumindest in wenigen Wochen wird sie doch solche Schlafhilfen als normal abspeichern.Mir wäre einfach sehr an einem sanften Übergang gelegen,weil ich Ferber-ähnliche Methoden ablehne.Nachts schläft sie im Ehebett und schläft dort auch meist allein wieder ein.Tagsüber liegt sie bei uns (weil auf dem Bauch) und schreit gellend, wenn wir sie nicht hochnehmen,wenn sie nicht wieder einschlafen kann. Und Ausdruck von Langeweile oder Getragen werden wollen ist noch kein Wille? Kennen Sie „Einschlafen-(K)ein Kinderspiel“? - Wie finden Sie es? Viele Grüße


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es ist die Auffasswung der gewöhnlichen Psychologie, dass Kinder, denen eine besondere Zuwendung zuteil wird, diese Zuwendung später dauernd einfordern oder sich bitter beklagen, wenn sie ihnen versagt wird. Das ist ein fundamentaler Irrtum. Das Gegenteil ist der Fall. Kinder, die in der Frühphase viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Einfühlsamkeit erleben dürfen, entwickeln ein starkes Urvertrauen und später dadurch auch ein starkes Selbstvertrauen. Denn die Sicherheit, die sie bei ihren und durch ihre Bezugspersonen erfahren, schafft in ihrem Bewusstsein ein sicheres Netz unter ihnen, von dem sie lebenslang zehren. Das sichere Gefühl bei den Eltern oder vergleichbaren Bezugspersonen setzt sich gleichsam in ihrem Gehirn fest und hilft ihnen später, ihr Gefühlsleben autonom zu regulieren. Langeweile schafft Unlustgefühle und Unlust führt - nicht nur bei Säuglingen- zur Klage. Mit Willen hat das noch recht wenig zu tun (s. gezielter Suchlauf unter erster Wille). Viele Grüße PS: das genannte Buch kenne ich übrigens noch nicht.


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