Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schlaf und Wutausbrüche

Frage: Schlaf und Wutausbrüche

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Hallo, hier macht sich die Verzweiflung breit. Unser Sohn ist jetzt 18 Monate alt und schläft nachts ca. 8 Stunden (22 Uhr - 6 Uhr) meist noch mit Unterbrechung, weil er sein Schmusetier nicht mehr findet. Tagsüber schläft er dann nochmal 2 Stunden und mit viel Glück am späten nachmittag nochmal für 30 Minuten. Am abend ist er so überdreht, dass er von einem Eck ins andere tobt, Sachen um sich wirft, beist, zwickt, an den Haaren zieht, Regale ausräumt, essen verweigert und was einem sonst noch so einfallen kann. Legen wir ihn am abend früher ins Bett, so gegen 21 Uhr oder noch eher steht er spätestens in der früh um 5 Uhr auf der Matte und die Probleme treten dann nicht nur am abend auf sondern fast den ganzen Tag. Den verlorenen Schlaf holt er auch dann nicht nach. Tagsüber machen wir sehr viel, wir sind auch mindestens 2 Stunden draußen unterwegs, damit er sich austoben kann und nicht noch weniger schläft. Liegt denn sein überdrehtes Verhalten am extrem wenigen Schlaf oder ist das so ok, weil er einfach müde ist?? Was könnten wir noch tun um ihn müder zu bekommen, dass er wenigstens noch 1 oder 2 Stunden mehr schläft?? (direkt nach dem aufstehen ist er sehr friedlich) Sein Vater und sein Onkel sind beide mit ADHS belastet. Müßten wir sowas mit in betracht ziehen als Erklärung für sein Verhalten?? Oder ist er einfach nur sehr lebhaft? Wir werden zumindest von anderen Eltern oder vom Kinderarzt immer wieder gefragt, ob er immer so lebhaft ist (und dann sind meiner Meinung nach sogar seine ruhigen Phasen). Also zusammenfassend: Zu wenig Schlaf, einfach nur lebhaft oder ADHS im Hinterkopf behalten? Vielen Dank schonmal im Voraus. Diana und Jan


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Diana, wenn Sie Ihren Sohn abends früher ins Bett bringen wollen dann müssen Sie es schaffen, den Nachmittagsschlaf ganz wegzulassen. Das wird in den ersten 2-3 Tagen etwas Probleme bereiten, aber dann stellt sich der Rhythmus um. Für diese Spanne müssen sie sich etwas ausdenken, wie Ihr Sohn die Zeit am besten herum bekommt. Machen Sie es dann, wenn Sie Hilfe im Haus haben. Von ADHS kann man in diesem frühen Alter noch gar nicht reden, aber was man machen kann, ist die Automatismen in der Familie durchbrechen, die die Entwicklung von ADHS heraufbeschwören. U.a. dafür arbeite ich hier im Forum und dafür ist auch mein Langtext über das emotionale Bewußtsein geschrieben (LInk oben rechts), den Sie sich in Ruhe durchlesen sollten. Viele Grüße


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