Mitglied inaktiv
Hallo! Mein Sohn, 2,5 Jahre, ist etwas langsam in der Entwicklung. Ich war bei einer Entwicklungspädagogin und sie meinte, es wäre alles da, er hätte alle Voraussetzungen und er würde ja auch alles machen und könne auch alles, nur die Qualität ist nicht so gut. D.h. er ist grobmotorsich z.B. beim Treppensteigen unsicher, hüpft noch nicht mit beiden Beinen hoch, feinmotorisch ist er gut, sprachlich spricht er noch wenig, hat ein gute Merkfähigkeit usw. usw. Sie sagte, er wäre nicht 'klassich entwicklungsverzögert', es wäre einfach seine Art des 'Lernens', daß er zuerst 'schaut' und erst später 'macht', wenn er es wirklich kann... D.h. er wird erst alleine Treppensteigen, wenn er es 100% kann... Er ist erst aufs Laufrad gestiegen und gefahren, als er soweit war und dann perfekt gefahren. Er wollte nie Klötzchen reinstecken, plötzlich hat er sich ingesetzt und es richtig gemacht usw. usw. .... Denken Sie, das gibt sich einfach von selbst und ist halt sein Tempo?
Hallo, worauf die Entwicklungspädagogin wohl abheben möchte, ist die individuelle Veranlagung eines jeden Menschen. Zunächst einmal gibt es für jeden Entwicklungsschritt ein größeres Zeitfenster. Über 90% der Kinder gelangen in diesem Zeitfenster zum Erfolg des Entwicklungsschrittes. Die einen sehr viel früher, die anderen um einiges später. Die meisten liegen immer irgendwo in der Mitte. Und dann gibt es auch noch Unterschiede in der individuellen Ausführung. Die einen schaffen es spielend und trauen sich dementsprechend viel zu, die anderen mühen sich mehr und werden mit der Zeit vorsichtig. Zu den Letzteren gehört wohl Ihr Sohn. Vermutlich wird das bei ihm so bleiben. Das heißt aber nicht, dass er im Laufe seines Lebens Probleme damit bekommen wird. Unterstüzen können Sie ihn nur damit, dass Sie seine individuelle Veranlagung kritiklos akzeptieren, ohne ihn indirekt zu vernachlässigen. Viele Grüße
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