Mitglied inaktiv
Guten Abend, ich habe alle drei Ausführungen über das Bindungsverhalten, Loslösung... gelesen. Zunächst einmal vielen Dank für ihre vielen Mühen hier in diesem Forum. Es muss eine wirkliche Herzensangelegenheit von Ihnen sein, so viel Aufklärung und Hilfe wie möglich zu bieten. Nach dem Lesen der Ausführungen über die Bindung bin ich sehr erleichtert festzustellen, dass man meinen Sohn, 19 Monate, wohl als sicher gebunden bezeichnen kann. Ich hatte mir darüber, die viele andere Mütter in meiner Situation, schon öfter Sorgen gemacht, da mein Sohn in fremden Situationen nur eine kurze Aufwärmphase braucht, sich dann aber sehr neugierig und selbstsicher bewegt. Ich hatte da vorher öfter die Sorge, dass ich nicht wichtig für ihn wäre. Vorallem weil er in der Krabbelgruppe immer überall, nur nicht an meiner Seite war. Anhand seinem Gesamtverhalten kann ich mir nun aber sicher sein, dass er sicher gebunden ist. Im Beitrag über die Loslösung habe ich nun über die Hinwendung zu einer zweiten Bezugsperson, im Normalfall der Vater, gelesen. Auch dies trifft auf uns zu, nur leider in einer solchen Intensität, dass es mir manchmal das Herz rausreißt. Schon seit ca. vier Monaten bin ich in der Gegenwart vom Papa, der sich vom ersten Tag an immer sehr viel um unseren Sohn gekümmert hat, total abgeschrieben. Sei es in Angstsituationen (plötzliches lautes Geschrei) oder beim Trösten. Er rennt an mir vorbnei in Papas Arme. Dabei setzt er noch einen drauf und nennt den Papa dabei Mama. Er weiß ansonsten sehr genau, wer Papa und wer Mama ist. Bin ich mit ihm alleine kommt er ohne weiteres zu mir. Sie haben diese Phase ja nun in ihrem Beitrag beschrieben, aber so extrem wie in unserem Fall habe ich es noch nie vorher bei irgendjemanden beobachten können. ich bin wie Luft für ihn. Zur Erklärung muss ich sagen, dass wir uns von Anfang an immer rund um die Uhr um ihn gekümmert haben. Er war im ersten Lebensjahr nie woanders, ich war sozusagen immer anwesend. Der Papa war oft anwesen, da er oft nachts arbeitet. Im Umgang ist der Papa oft entspannter als ich und für die verrücktesten Spielereien verantwortlich. Ich bin einfach manchmal total am Ende, tatsächlich depressiv, wenn unser Sohn sich mal wieder überhaupt nicht von mir beruhigen lassen will und nur auf Papas Arm drängt. Er war übrigens ein geplanter Kaiserschnitt und wurde von mir im ersten Lebensjahr monatelang mit Voita behandelt (Schiefhals). Manchmal glaube ich, dass da ein Zusammenhang besteht. Wir haben gute Verbindungen in ein SPZ, wo wir jederzeit einen Termin auch bezügl. Verhaltensfragen bekommen können. Wäre es vielleicht angemessen, dort mal mit dem Problem hinzugehen, oder wäre das übertrieben, weil sein Verhalten erklärbar ist??? Vielen Dank und sorry für die lange Frage! Liebe Grüße Marina
Liebe Marina, wahrscheinlich ist die Ursache die im ersten Lebensjahr stattgehabte z.T. aufgeteilte Bezugshaftigkeit Ihres Sohnes zu seinen Eltern, die sich jetzt bei der Loslösung und Hinwendung zum Vater in diesem Maße zeigt. Das Prinzip konkurrierender Bezugspersonen erlebt man ja oft auch dann, wenn eine Oma sehr stark in die Betreuung im ersten Lebenjahr mit einbezogen ist. Den Vorteil, den die Mutter dabei genießt, muß sie sich im Nachhinein aber dann bereitwillig trüben lassen durch die Erfahrung, nicht in jeder Situation die Nummer eins mehr zu sein. Aber ich glaube, daß Problem fängst erst dann an, wenn die Mutter nun darunter zu leiden beginnt und eifersüchtig darüber wacht, ob das sich lösende Kind nun doch zu ihr mehr Bindungzeichen zeigt als zu der "dritten Person". Das sollte sie also nicht tun und soviel Selbstsicherheit entwickeln, daß sie nicht das Kind zu ihrer Bestätigung gebraucht. Allerdings ist es auch eine schlechte Rollenaufteilung, wenn der eine nur für die schönen, spaßigen Dinge fungiert und der andere die unangenehmen Seiten des Erziehens übertragen bekommt. Solchen Entwicklungen muß man schon früh entgegenarbeiten. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
hallo. also bei uns ist es genauso!mann könnte meinen das unsere kinder verwand sind .. ich bin auch die jenige welche ihn von geburt an zu dingen wie krankengymnastik,frühvörderung heilpadag.-turnen bringt alles nicht unbedingt die "prickelsten dinge des kinderalltags... ich muß allerdings sagen das es mir in KEINSTER weise auch nur annähernd unangenem ist das er so an seinem papa hängt -es ist doch SEIN vater! es macht mich sogar manchmal total stolz das die beiden so gut klar konmmen ,es ist heutzutage gar nicht so selbstverständlich das männer sich so gut um ihre kinder kummern .teilweise erlaubt ihnen das ihre arbeit auch nicht .deswegen solltest du das auchmal von einer anderen seite sehen -wenndu mal weg möchtest weist du das du dich auf DEIN TEAM verlassen kannst(das kann nicht jede mutter)nutz es doch für dich!! wenn dein mann da ist unternimm doch was für dich alleine gehe einkaufen ob lebensmittel oder einfach nur was für DICH alleine nur so in der stadt bummeln das tut der seele richtig gut oder gehe zu einer freundin kaffee trinken nimm dir einfach ZEIT FÜR DICH!!du hast die besten vorraussetzungen dein mann kommt super mit euerm kind klar .und soll ich dir das beste von dieser geschichte sagen ???::: dein kind wird in dieser zeit die es mit seinem vater alleine verbringt S E H R viel lernen! es wird lernen das wenn man mit PAPA alleine ist-richtig -alleine ohne mama für`s "grobe"im hintergrund dann ist das genauso "ätzend" wie mit mama (ich hoffe du weist wie ich das meine)wenn dein kind merkt das papa auch mit erzieht und nicht nur für die "tollen " dinge im leben zuständig ist denn wenn es ernst wird ist ja immer die mama da ,dann wird er dich nicht mehr gegen deinen mann ausspielen denn in seinem alter ist er nicht in der lage zu sagen ich habe den oder den lieber er weiß aber sehr wohl bei wem er wieviel spiel hat um das beste für sich rauszuholen PAPA setzt er gleich mit spiel spaß und freude .... mama ist bei eurem spiel die spassbremse! ändert die spielregeln und ich denke euer(DEIN) problem löst sich in luft auf! Sorry etwas lang..
Mitglied inaktiv
Hallo Danny, dein Beitrag hat mir sehr geholfen! Vor allem die Sache mit dem "ätzend". Du hast wirklich recht. Ganz automatisch bin ich hier irgendwie in die Situation reingerutscht, dass ich mich um die gesamte Logistik kümmere (also z.B. mit ihm einkaufen gehe, was er hasst...)und mein Mann fast nur fürs Spielen da ist. Wenn ich Essen koche, sind die beiden draußen und fahren Bobby Car. Auch wenn er ihn abends duscht, und ich Geschrei aus dem Badezimmer höre, weil ihm was nicht passt, gehe ich rein, und versuche zu helfen. Vielleicht sollte ich mich aus diesen Dingen mal raushalten und ihm dadurch zeigen, dass Papa auch mal alleine in einer blöden Situation mit ihm dasteht. Ich habe manchmal ein wirklich schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber, weil ich spüre, dass in mir die Eifersucht hochkommt. Irgendwie kann man es uns Frauen aber oft auch nicht recht machen. Kümmern sich die Männer nicht, ist man unzufrieden, sind sie so tolle Väter wie meiner, sind so Typen wie ich auch noch eifersüchtig. Ich danke Dir für Deine offenen Wort! Trozdem bleibt ein bisschen die Angst, dass ich etwas falsch mache oder falsch gemacht habe. Das möchte ich gerne ausschließen oder halt alles tun, um die Folgen von passierten Fehlern zu lindern. Danke nochmal für Deine lange Antwort! Marina
Mitglied inaktiv
Hallo liebe Marina, ich glaube nicht mal, daß das irgendwas mit der Rollenaufteilung zu tun hat. Bei uns macht mein Freund die Elternzeit und ich gehe arbeiten und auch bei uns ist Papa der Beste... Vielleicht ist einfach die tiefe Stimme und eventuelle Haare im Gesicht faszinierend für die Kleinen. Unser Luca scheint Männer an sich lieber zu mögen. Er faßt schneller Vertrauen zu ihnen und grinst sie eher an als Frauen. Mein Schwager und mein Neffe und der beste Freund meines Freundes werden immer mit mehr Aufmerksamkeit bedacht als anwesende Frauen... Ich denke das legt sich wieder. Und sei nicht eifersüchtig, denk Dir einfach, wie schön es ist, daß die Beiden so ein tolles Verhältnis haben. Es gibt immer noch zu viele Familien, bei denen die Väter kaum einen Bezug zu ihren Kindern haben, weil sie noch alten Wertvorstellungen nachhängen. Am Anfang war ich auch manchmal geknickt, wenn Luca sobald sein Papa auftauchte, zu ihm wollte oder heulte, wenn der den Raum verließ, aber es völlig locker nahm, wenn ich rausging. Heute freue ich mich einfach darüber, daß das alles so gut klappt. So, daß war lang, aber ich hoffe, es hilft ein bischen. Grüße, Claudia
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