Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Papa hat schweren Stand

Frage: Papa hat schweren Stand

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Lieber Dr. Posth, letzte Frage id=40202. Unsere To. (2 J., nach WAK zunehmend selbstst., trotzdem Mama-Mädchen) löste sich Ende des 1. LJ über Papa. Schon seit längerem erfolgt LL aber über Tante (Halbtagsbetreuung seit 1 Jahr) bzw. Oma, Papa hat es zunehmend schwerer. Ich vermute Papa hat Bindungsattraktion verloren, übernimmt schon länger keine regelm. Pflegeaufgaben mehr und Tochter lässt dies mittlerweile auch oft nicht mehr zu (z.B. beim Wickeln verzweifeltes Weinen und Mama-Geschrei). Wenn ich weg bin ist es kein Problem, Beziehung sonst gut. Möchte sie jetzt verhindern, dass sich die Aufgaben unserer Rollen wieder vermischen? Wie können wir vorgehen um Papa wieder attraktiver zu machen (er bemüht sich um sie, hat aber bei wesentlichen Dingen keine Chance, das soll Mama machen) und vor allem zu erreichen, dass Papa wickeln und zu Bett bringen darf (mom. nicht möglich). Evtl. ist Papa auch zu wenig bestimmend (fragt oft "darf ich...", "kommst du mal zu Papa")? Vielen Dank!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, ja, das kann vorkommen, dass eine Bindungsperson an Attraktivität verliert, weil sie sich zu wenig oder zu schwach engagiert. Bei konkurrierenden Loslösungsvorbildern legt das Kind in der Regel selbst fest, wer die Nummer 1 ist. In Ihrem Fall sind aber die anderen Loslösungsvorbilder abends z.B. nicht zu greifen, und dann verfaällt das Kind wieder auf die Hauptbindungsperson, die in der Regel ja die Mutter ist. Folglich wäre es schon wichtig, dass Ihr Mann sich wieder stärker bei seiner Tochter präsentiert, was auf keinen Fall heißt, dass er strenger ist. Er sollte nur stärker in seiner Zugewandheit und Verlässlichkeit sein. Am Abend wäre es wahrscheinlich sinnvoll, wenn Sie desöfteren einmal außer Haus sind, damit der Vater wieder die Pflege und Einschlafbegleitung ohne "mütterliche Konkurrenz" ausführen kann. Viele Grüße


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