Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, vielen Dank für Ihre Antwort. Der Papa hat sich schon immer sehr um seine Tochter gekümmert, war von Anfang an nicht nur "Spielkamerad". Einziges Problem war, dass sie sich nicht von ihm hat ins Bett bringen lassen, wenn ich zu Hause war (wie früher hier im Forum schon geschrieben). Aber auch das hat sich seit gesten urplötzlich gegeben. Und sie weinte, als er weggehen musste, um seine Mutter nach einem Besuch wieder nach Hause zu bringen. Meine Frage von letzter Woche zielte auch eigentlich darauf ab, ob es für die Loslösung normal ist, dass sie sich zwar so sehr zum Papa hingezogen fühlt, aber in bestimmten Momenten doch die Mama will. Ist es also normal, dass sie sich immer etwas hin-und-hergerissen fühlt? Wenn ja, wie kann man ihr aus diesem inneren Zwiespalt helfen oder gibt sich das auch von allein? Und da die Zeichen gerade ausreichen, noch einmal herzlichen Dank für Ihre einfühlsame Arbeit hier im Forum!
Hallo, erst einmal danke für Ihr Lob. Ja dieses Hinundhergerissensein, die Ambivalenz gehört zu dieser Entwicklungsphase dazu und läßt sich nicht ganz ausschalten. Aber die darin enthaltene Dynamik hält das Kind dazu an, sich über seine emotionalen Zustände Klarheit zu verschaffen und seine Bedürfnisse kennezulernen und zuzuordnen. In gewisser Weise legen Kinder ihre Eltern auf bestimmte Rollen fest. Manchmal gefällt das den Eltern nicht gut, aber besser ist es, sich seinem Kind hier auch mal unterzuordnen. Erst einmal macht man als Eltern ja auch neue Erfahrungen mit sich selbst und zweitens bezahlt einem das Kind das mit einem höheren Grad an Zufriedenheit.Eltern, die sich da sperren, haben es schwerer mit ihren Kindern. Sich in einigen wenigen Punkten auch nach seinen Kindern zu richten, gehört meines Erachtens zu einem gelungenen Familienleben auf natürliche Weise dazu. Viele Grüße
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